Crealogix baut Stellen ab

21. Juli 2020, 09:17
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Die Softwareschmiede will seine Organisation verschlanken und streicht jede zehnte Stelle.

Der Zürcher Softwarehersteller Crealogix hat sein Fiskaljahr 2019/2020 abgeschlossen. Der Umsatz stieg zwar im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% auf 103,7 Millionen Franken. Aber unter dem Strich resultierte ein Verlust, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Demnach belief sich der Gewinn auf Stufe Ebitda auf 2,4 Millionen Franken. Einmalige Kosten in Form von Rückstellungen für eine Reorganisation hätten das Ergebnis aber mit 7 Millionen Franken belastet.
Diese Mittel werden laut Crealogix aufgewendet, um Geschäftsabläufe zu straffen, die Produktplattform zu vereinheitlichen und die Organisation zu verschlanken. Im Rahmen dieser Reorganisation werden 10% der Stellen abgebaut. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit gut 700 Mitarbeitende.
Crealogix ist bereits seit längerem dran, auf ein SaaS-Modell umzustellen. Mit der Reorganisation solle diese Transformation beschleunigt werden, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig soll das Vertriebspersonal verdoppelt werden. Damit will der Bankensoftwarehersteller einerseits in bestehenden Märkten wachsen und andererseits neue Schlüsselmärkte wie Asien-Pazifik erschliessen.
Eine weitere Priorität sei der Ausbau des globalen Partnernetzwerkes für den indirekten Vertrieb und für Implementierungsservices.
Aufgrund der Massnahmen erwartet Crealogix positive Skaleneffekte sowie Effizienzsteigerungen. Mitte September werde das Unternehmen weiter über den Stand der Transformation informieren. 

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