Crealogix baut Vertrieb aus

10. Februar 2020, 11:59
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Der neue Chef des Zürcher Fintechs legt den Fokus auf die Transformation und sieht viel Potenzial in Asien.

Seit Anfang Jahr steht Oliver Weber an der Spitze von Crealogix. Das Unternehmen befindet sich derzeit in einer Transformationsphase – weg vom Lizenzverkauf hin zum Cloud- und SaaS-Angebot. "Mein Fokus liegt auf der Transformation. Diese wird in drei Jahren umgesetzt sein", sagt Weber im Gespräch mit 'Finanz und Wirtschaft'. 
Crealogix knackte zuletzt die 100-Millionen-Franken-Grenze beim Jahresumsatz, hat aber in dem im Juni 2019 abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Nettoverlust von gut 6 Millionen Franken geschrieben. Die Profitabilität will Weber mittelfristig verbessern, sagt er. Die im Herbst 2019 genannten Ziele würden nach wie vor gelten: Crealogix strebe weiteres Umsatzwachstum und mittelfristig eine zweistellige Ebitda-Marge an. Gemäss der 'NZZ', die ebenfalls ein Gespräch mit Weber geführt hat, lautete die Vorgabe bei Webers Amtsantritt: Verdoppelung des Unternehmenswerts in drei Jahren.
60% der Umsätze sollen künftig mit Subskriptionen erzielt werden, derzeit seien es 40%. Der Wechsel auf SaaS werde kurzfristig auf die Margen drücken. Mittelfristig würden sie sich aber verbessern.
Schweizer Banken würden "endlich realisieren", dass sie mehr in die Digitalisierung investieren müssen, so Weber gegenüber 'Finanz und Wirtschaft'. Wenn es um Wachstum geht, blickt Crealogix aber vor allem in den asiatischen Markt. "Unser Wachstumsmotor der kommenden Jahre wird Asien sein." Zunächst will das Zürcher Softwareunternehmen organisch oder über Vertriebspartnerschaften wachsen. Aber auch Zukäufe könnten eine Rolle spielen. Eine Übernahme im asiatischen Raum sei zu erwarten, heisst es weiter.
Wie der Crealogix-Chef gegenüber der 'NZZ' sagt, soll das Geschäft insgesamt dynamischer werden. "Unsere Taktfrequenz muss schneller werden." Im laufenden Jahr wolle Weber deshalb die Zahl der im Vertrieb und Marketing tätigen Mitarbeitenden verdoppeln. 

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