Crealogix richtet sich neu aus

13. Dezember 2018, 13:46
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Open Banking verlangt eine neue Organisation und Oliver Weber, Executive Vice President Digital Banking Switzerland, erklärt warum.

Open Banking verlangt eine neue Organisation und Oliver Weber, Executive Vice President Digital Banking Switzerland, erklärt warum.
Die neue Ausrichtung von Crealogix sei global, resultierend daraus organisiere man sich neu. Dies meldet der Bankensoftware-Hersteller in einem Nebensatz zu einer Personalie.
Neue richte man sich auf drei Kernbereiche aus, nämlich Retail Banking, Private Banking und Corporate Banking.
Offenbar steht das "Open Banking"-Konzept hinter dem Entscheid. Auf Anfrage erklärt Oliver Weber, Executive Vice President Digital Banking Switzerland, die Ursachen: "Kunden auf ihrem Weg der digitalen Transformation zu begleiten ist unsere höchste Priorität. Jedes Kundensegment hat spezifische Anforderungen, um Open Banking umzusetzen. Damit wir alle unsere Kunden zielführender und besser betreuen können, ist die Neuausrichtung mit der Fokussierung auf die drei Segmente Retail, Private und Corporate Banking massgebend."
Damit einhergehend konkretisiert er auch die Reorganisation: "Jedes Kundensegment wird künftig einen zentralen Ansprechpartner haben, der auch globale Crealogix-Neuerungen bündelt".
Neben einem Single-Point-of-Contact sollen speziell Schweizer Kunden von Lehren aus dem Ausland profitieren. "Unsere Schweizer Kunden profitieren enorm von den Fortschritten der Banken in Deutschland, UK, Asien und Middle East", zeigt sich Weber überzeugt. Insbesondere "können wir die Produkte für Kantonal- und Privatbanken noch besser spezialisieren".
Ausserdem könne Crealogix dank der Neuausrichtung "noch schneller auf die veränderten Anforderungen der Finanzbranche reagieren". Und schnell müsse es gehen in Sachen Open Banking, fordert Weber von sich und den Kunden: "In einer Zeit in der Fintechs das Selbstverständnis der Branche in Frage stellen, die Nutzungsgewohnheiten digital affiner Kunden geschickt aufgreifen und mit hoher Kostentransparenz, Schnelligkeit und Nutzerfreundlichkeit überzeugen, ist der Schritt hin zu Open Banking zentral."
Nicht fehlen darf in diesem Kontext Webers Verweis auf die neuen API-basierten Lösungen, die man bei Crealogix anbietet, um Open Banking auch zu ermöglichen.
Was geschieht denn bei der Neuausrichtung mit dem Bereich "Education"? "Digital Learning (Education) bleibt mit dem Swiss Learning Hub bestehen", so Weber.
Und, immer interessant: Werden im Zuge der Neuausrichtung neue Stellen geschaffen oder solche wegfallen? "Der Heimatmarkt Schweiz ist und bleibt von zentraler strategischer Bedeutung für Crealogix. Durch die Neuausrichtung werden neue Schwerpunkte gesetzt, um die Bedürfnisse unserer Kunden besser zu treffen, somit werden neue Positionen geschaffen."
Womit die Personalmeldung angesprochen ist. Denn Stéphane Martignoni wird erster Head of Sales Retail Banking. Mit ihm sei die neue Stelle intern besetzt worden. Martignoni war bis anhin Key Account Manager. Er arbeitet bereits seit 2003 für das Unternehmen, unter anderem als Head of Mobile Solutions und Project and Business Development Manager. Martignoni hat mit dem Master of Science am Swiss Federal Institue of Technology (EPFL) abgeschlossen.
Es ist trotz allen Neuerungen die bislang einzig publizierte Personalie. "Wer die Führung der anderen Bereiche übernehmen wird, wurde aktuell noch nicht kommuniziert", antwortet Weber auf die Frage bezüglich weiterer Rochaden oder Neueinstellungen. (Marcel Gamma)

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