Credit Suisse investiert in Kommunikations-Startup

3. Oktober 2014, 13:19
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Konsortium von 14 grossen Finanzinstituten, darunter Credit Suisse, investiert in einen Spezialisten für sichere Kommunikation.

Konsortium von 14 grossen Finanzinstituten, darunter Credit Suisse, investiert in einen Spezialisten für sichere Kommunikation.
Die Liste der Investoren des kalifornischen Kommunikations-Startup Symphony Communications Services liest sich wie ein Who-is-Who der Finanzindustrie. Dabei sind unter anderem Merrill Lynch, Blackrock, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley, Nomura und Wells Fargo, die in Symphony investiert haben. Ganz neu ist die Firma nicht, denn sie baut auf den kalifornischen Startup Perzo des Chat-Spezialisten David Gurle auf. Der Franzose war zuvor bei Thomson Reuters, Microsoft und vor allem bei Skype, wo er für das B2B-Geschäft verantwortlich war. Die genauen Besitzverhältnisse von Symphony sind unbekannt.
Symphony will nächstes Jahr mit einer Open-Source-Verschlüsselungsplattform auf den Markt gehen. Die Agentur Thomson Reuters, die selbst ein Kommunikations- und Datensystem für Banken betreibt, will mit Symphony zusammenarbeiten, heisst es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.
In den FAQs von Symphony findet man einen kleinen Hinweis darauf, wie die Plattform von Symphony aufgebaut werden soll. Symphony will Teilnehmern end-to-end-Verschlüsselung anbieten. Für den Austausch der privaten Schlüssel weden "Authentical Key Exchange"-Protokolle und 256-Bit-Verschlüsselung verwendet. Wenn Behörden nach Daten fragen, übergibt Symphony diese verschlüsselt. Die Schlüssel müssten dann von den teilnehmenden Usern selbst übergeben werden. Symphony habe keine Mittel, die Daten selbst zu entschlüsseln, heisst es in den FAQs. (hc)
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