Credit Suisse will bei der Informatik sparen (Update)

13. Dezember 2019, 10:25
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Die Credit Suisse will in den nächsten zwei Jahren rund 200 Millionen Franken einsparen.

Die Credit Suisse will in den nächsten zwei Jahren rund 200 Millionen Franken einsparen. Dies kündigte die Grossbank auf ihrem Investorentag in London an, auf dem auch die Gewinnziele der Credit Suisse gesenkt wurden.
Dabei setzt die Schweizer Grossbank auf eine Kostenreduktion etwa im Bereich der Informatik, hiess vom Investor-Relation-Chef Adam Gishen. In den kommenden zwei Jahren sollen zentrale Bereiche im Haus zusammengelegt werden.
Auf Anfrage von inside-it.ch erklärt die Pressestelle, dass kein Stellenabbau vorgesehen sei. Nach wie vor will man sich aber jährlich von den fünf Prozent Mitarbeitern mit der schwächsten Performance trennen.
Mitarbeiter lernen agile Methoden
Details zu den Einsparungen in der IT nannte die Grossbank auf Nachfrage nicht. Der Präsentation des COO James Walker am Investoren-Tag lässt sich aber entnehmen, dass Prozesse der Teams durch gemeinsam genutzte Plattformen rationalisiert werden sollen. Zudem verspricht sich die Grossbank dank Automatisierung der Praktiken und Prozesse in der Softwareentwicklung eine höhere Produktivität.
Mittels DevOps soll eine Verbesserung von Effizienz, Kostenmanagement und Qualität erreicht werden. In den zwölf Monaten bis November 2019 haben dann laut Walker auch schon über 2400 Mitarbeiter an Trainings-Session für Agile teilgenommen.
Die Credit Suisse will sich generell Automatisierung und datengestützte Erkenntnis stärker zu Nutze machen. Dazu sollen neue Lösungen etwa aus den Bereichen Distributed Ledger Technology und Machine Learning vorangetrieben werden, wie es in der Präsentation von Walker heisst. (ts)
Update (16.12.): CS Schweiz hält fest, dass der Stellenabbau nicht allein die Mitarbeiter mit der schwächsten Performance betreffe, sondern auch Restrukturierungen dazu führen können. Die 'Financial Times' zitiert Gishen mit den Worten "Wir haben eine Richtlinie, jedes Jahr fünf Prozent der 'Bottom Performer' abzubauen, aber das ist Teil des natürlichen Prozesses." Die Kosteneinsparungen resultieren laut CS-Medienstelle nicht allein bei der IT, die Zusammenlegung von zentralen Bereichen führe ebenso dazu.

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