CS nutzt Blockchain für reale Transaktion mit Wertpapierleihe

1. März 2018, 16:45
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Credit Suisse Group und der Allfinanz-Dienstleister ING haben eine Wertpapierleihe-Transaktion (Securities Lending) im Wert von 25 Millionen-Euro via eine Blockchain abgeschlossen, dies melden die Unternehmen.

Credit Suisse Group und der Allfinanz-Dienstleister ING haben eine Wertpapierleihe-Transaktion (Securities Lending) im Wert von 25 Millionen-Euro via eine Blockchain abgeschlossen, dies melden die Unternehmen.
Involviert waren bei der Live-Transaktion die Securities Lending App des Londoner Startups HQLAx sowie die Corda-Blockchain-Plattform des Konsortiums R3.
Während der Transaktion vereinbarten die Credit Suisse und ING, so die Mitteilung, das Eigentum an holländischen und deutschen Staatspapieren auf der Plattform mit Digital Collateral Records (DCR) HQLAx zu übertragen. Dies während die zugrundeliegenden Wertpapiere innerhalb der spezifischen DCR-gebundenen Depots der Credit Suisse und ING bei Credit Suisse (Schweiz) blieben.
Es handelt sich um eine der ersten realen Kapitalmarkt-Transaktionen in dieser Form überhaupt.
"Dies war weit mehr als nur ein Beweis für das Konzept in einem abgeschirmten Labor", sagte Charley Cooper, ein Geschäftsführer von R3, laut 'Reuters'. "Dies sind regulierte Institutionen in einem realen Markt und es ist eine einzigartige Demonstration, dass Blockchain-Lösungen in kommerziellen Umgebungen eingesetzt werden."
Die Hoffnungen der Beteiligten in diese Formen von Transaktionen sind hoch: Der Einsatz von DCRs für die Übertragung von Wertpapieren könne die regulatorische Transparenz erhöhen, könne systemische Risiken senken und das operationelle Risiko ebenso. Nicht zuletzt hofft man bei Finanzinstituten, man könne das Kapital effizienter verwalten.
In der Schweiz gehört Credit Suisse zu den grössten Playern im Wertpapierleihe-Markt. (mag)

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