CS setzt Body-Leaser unter Druck

9. Juni 2008, 14:10
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Die Grossbank verhandelt die Verträge mit den grossen IT-Personalvermittlern neu. Ziel: Senkung der Honorare um sechs Prozent.

Die Grossbank verhandelt die Verträge mit den grossen IT-Personalvermittlern neu. Ziel: Senkung der Honorare um sechs Prozent.
Die Grossbank Credit Suisse versucht, die Honorare der temporären IT-Spezialisten, die über grosse, 'Body-Leaser' genannte Vermittler engagiert werden, zu drücken. Dies berichtete gestern die 'SonntagsZeitung'. CS-Sprecher Georg Söntgerath bestätigt gegenüber inside-it.ch, dass entsprechende Verhandlungen mit den grossen Body-Leasern laufen und dass die Grossbank eine Senkung der Honorare um sechs Prozent anstrebt. Es geht gemäss Söntgerath um aktuell etwa 150 Contractors. Da Credit Suisse die Verträge allerdings mit den Vermittlern hält und nicht mit den Contractors selbst, ist nicht klar, ob deren Honorare dann auch tatsächlich um sechs Prozent sinken werden.
Insider in der Vermittlerszene bestätigen den Vorgang, sind sich aber nicht sicher, ob Credit Suisse ihr Ziel erreichen wird. "Bei CS arbeiten viele deutsche Spezialisten in IT-Projekten, die unterdessen auf dem Heimmarkt bessere Konditionen bekommen können. Die Leute sind sehr gesucht," sagte ein Kenner der Szene zu inside-it.ch.
Söntgerath sagt, die Neuverhandlung der Honorare der Body-Leaser sei eine "normale Überprüfung der Verträge" wie sie in der Industrie gang und gäbe sei. Ausserdem habe die Grossbank in der Schweiz immer noch rund 200 offene Stellen im IT-Bereich. "Die Contractors könnten sich ja bei uns bewerben," hofft der CS-Sprecher.
Insgesamt beschäftigt die Grossbank alleine in der Schweiz ungefähr 4000 Leute im IT-Umfeld. Dazu kommen weitere 1'500 Spezialisten von externen Firmen. (Christoph Hugenschmidt)

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