CSCS motzt Supercomputer mit Grafik-Prozessoren auf

12. September 2013, 09:56
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Pro Rechenknoten des "Piz Daint"-Supercomputers wird eine Intel-CPU durch einen Grafikprozessor von Nvidia ersetzt. Angepasste Algorithmen.

Pro Rechenknoten des "Piz Daint"-Supercomputers wird eine Intel-CPU durch einen Grafikprozessor von Nvidia ersetzt. Angepasste Algorithmen.
Seit April steht der Schweizer Forschergemeinde ein neuer Supercomputer im Tessiner Centro Svizzero di Calcolo Scientifico (CSCS) zur Verfügung. Nun wird der Rechner, ein Cray-XC30, wie geplant um- und ausgebaut.
Und zwar wird pro Rechenknoten einer von zwei Intel-Xeon-Prozessoren durch einen Tesla-Grafikprozessor von Nvidia ersetzt, heisst es in einer Mitteilung aus Lugano. Die Grafikprozessoren (GPUs) werden heute vor allem für Computerspiele eingesetzt. Sie haben weniger Funktionalitäten und sind für numerische Berechnungen ausgelegt. Um die Fähigkeiten des neuen, "hybriden", Supercomputers nützen zu können, hat man die Algorithmen, mit denen der Computer "gefüttert" wird, im langjährigen interdisziplinären Projekt HP2C angepasst.
Mit der Kombination von GPUs und CPUs will man nicht nur eine höhere Rechenleistung erreichen, sondern vor allem auch den Stromverbrauch in den Griff bekommen. "Angesichts der immer höheren Anforderungen der Modellrechnungen können wir den wachsenden Energieverbrauch nur mit einem radikalen Wechsel in der Architektur der Computer eindämmen", wird CSCS-Direktor Thomas Schulthess (siehe Foto) zitiert.
Eine Klimasimulation kann auf dem neuen "Piz Daint"-Supercomputer nicht nur drei mal schneller berechnet werden, sondern konsumiert bei gleicher Auflösung der Berechnung sieben mal weniger Energie als auf dem Vorgänger-Computer "Monte Rosa". Dieser wurde erst vor zwei Jahren erneuert, ist aber ausschliesslich mit konventionellen CPUs ausgestattet.
Der leistungsfähigste Computer in der Schweiz wird für eine ganze Reihe von Aufgaben eingesetzt. So für Wetter- und Klimasimulationen, für die Materialforschung und insbesondere Nanotechnologie, für Geowissenschaften, Physik, Chemie und Biologie. (hc)

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