Cyberattacken sind eines der grössten Risiken weltweit

21. Januar 2021, 14:19
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Neben geopolitischen Spannungen ist laut WEF-Report Cybercrime eines der 5 Top-Risiken. Auch schlechte Governance und die "digitale Schere" bereiten Sorgen.

2020 ist das Risiko einer globalen Pandemie Realität geworden. Während Regierungen, Unternehmen und die Gesellschaft den Schaden begutachten, der im letzten Jahr angerichtet wurde, ist die Stärkung der strategischen Voraussicht wichtiger denn je. Dies schreiben die Risikoanalysten des WEFs einleitend zum aktuellen "Global Risk Report". Wie auch in den Vorjahren werden im umfangreichen Bericht eine Vielfalt an Themen beleuchtet, die sich kurz- oder langfristig auf uns auswirken und ein Risiko für Gesellschaft und Wirtschaft darstellen.
Als eines der Top-5 Risiken 2021 nennt der Report das Versagen von Cybersecurity-Massnahmen. Die Security-Infrastruktur und -Massnahmen von Unternehmen und Regierungen würden durch immer raffiniertere und häufigere Cyberkriminalität überholt. Dies führe zu Störungen in Unternehmen und könne grosse finanzielle Verluste bedeuten. Als weitere Folgen nennt der Report auch geopolitischen Spannungen und soziale Instabilität.
Auf Platz 4 von 5 der kurzfristigen globalen Risiken sieht der Bericht die wachsende "digitale Ungleichheit". Beim Zugang zu Technologien öffne sich die Schere immer weiter und führe zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Dies gelte sowohl innerhalb von Ländern als auch zwischen den verschiedenen Staaten. Als Ursache nennt der Bericht ungleiche Investitionsmöglichkeiten, fehlende Skills im Arbeitsmarkt, unzureichende Kaufkraft oder staatliche Einschränkungen.

Unbeabsichtigte Risiken und Nebenwirkungen

Je mehr wir von Technologien abhängig sind, desto umfassender und schwerwiegender wirkt sich ein Versagen aus. Als eines der grössten mittelfristigen Risiken nennt der WEF-Bericht den Ausfall von IT-Infrastruktur. Das Fehlen von weltweit akzeptierten Frameworks, Institutionen oder Vorschriften für die Nutzung kritischer digitaler Netzwerke und Technologien verschärfe das Risiko.
Längerfristig seien unbeabsichtigte Nebeneffekte von neuen Technologien als Risiko für Individuen oder Unternehmen zu betrachten. Als Beispiele nennt der Bericht Entwicklungen im Bereich KI, Computer-Gehirn-Schnittstellen oder Quantencomputer, die bislang unbekannte Auswirkungen und Folgen haben könnten.
Der vollständige "Global Risks Report 2021" ist online verfügbar. 

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