Cybervorfälle gelten als Top-Risiko für Schweizer Firmen

14. Januar 2020, 16:04
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Das Allianz Risk Barometer zeigt, dass sich Führungskräfte und Experten besonders vor einem Data Breach fürchten.

Die Allianz Versicherung hat ihr jährliches Risikobarometer vorgelegt: Cybervorfälle wurden in der aktuellen Befragung, noch vor Betriebsunterbrechungen und rechtlichen Veränderungen, am häufigsten als das grösste Geschäftsrisiko genannt.
Konkret nannten 39 Prozent der Befragten Cybervorfälle als Top-Risiko – die Befragten durften bis zu drei Top-Gefahren aufzählen. Zu den Cybervorfällen zählen laut Allianz Cyberkriminalität, IT-Pannen und Data Breaches wie auch Strafmassnahmen. An zweiter Stelle finden sich mit 37 Prozent die Betriebsunterbrechungen, die auch auf einen IT-Vorfall zurückgehen können.
Am häufigsten fürchten sich die Befragten vor einem Data Breach, wie einer weiteren Umfrage der Allianz zu entnehmen ist. 77 Prozent nannten den Daten-Vorfall als grösste Gefahren-Quelle. Dahinter folgen mit 62 Prozent aller Nennungen Spionage, Hacker, Ransomware und DDoS-Angriffe. Noch 42 Prozent gaben Fehler von Angestellten als grosse Gefahr an.

Steigende Angst vor Cybervorfällen

Am häufigsten wurde die Cyber-Gefahr in der Tech- und Telekommunikationsbrache genannt: 57 Prozent der Befragten aus dem Tech-Sektor und ganze drei Viertel jener aus der Telekommunikation sahen Cybervorfälle als Topgefahr.
Auch die in der Schweiz Befragten platzierte die IT-Gefahren auf dem ersten Rang. Unter den 61 hiesigen Teilnehmern der Umfrage nannten 57 Prozent Cybervorfälle als Toprisiko – global waren dies "nur" 39 Prozent. Letztes Jahr waren es in der Schweiz noch 48 Prozent, während die Angst vor Betriebsunterbrechung mit 58 Prozent am häufigsten genannt wurde.

Neue Gefahren KI, Blockchain...

Die Kosten für einen Cyber-Vorfall stiegen auf breiter Front. Dies sei ein Produkt wachsender Komplexität, strengerer Regulierung und der Folgen für ein Unternehmen durch den Verlust von Daten oder kritischen Systemen, schreibt die Allianz im Report. Besonders Data Breaches können demnach die Firmen teuer zu stehen kommen. Aber auch Ransomware und Phishing werden im Bericht hervorgehoben.
"Unternehmen jeder Grösse tun gut daran, sich gegen die neuen Risiken zu schützen. Allein die Allianz Suisse verzeichnet zweistellige Wachstumsraten bei Cyberversicherungen. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Schadenfälle", lässt sich Carlos Casian, Cyberrisk-Experte der Allianz Suisse, in einer Mitteilung zitieren.
Auf dem neunten Rang der meistgefürchteten Bedrohungen finden sich noch neue Technologien wie KI, IoT, Blockchain oder autonomes Fahren. 13 Prozent der Befragten nannten diese als einen der grössten Gefahren-Herde.
Im Rahmen des "Allianz Risk Barometers" wurden rund 2700 Personen aus 102 Ländern befragt. Zu den Befragten zählen Führungskräfte, Risikomanager und Fachleute für Versicherungen.

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