Dätwyler schluckt den Hersteller von Raspberry Pi

14. Juni 2016, 09:10
  • channel
  • dätwyler
  • reichelt
  • übernahme
image

Der Schweizer Technologiekonzern will mehr als eine Milliarde Franken für den britischen Elektronik-Distributor Premier Farnell bezahlen.

Der Schweizer Technologiekonzern will mehr als eine Milliarde Franken für den britischen Elektronik-Distributor Premier Farnell bezahlen.
Der Technologiekonzern Dätwyler will den britischen Elektronik-Distributor Premier Farnell übernehmen. Dätwyler bezahlt den Aktionären des börsenkotierten britischen Elektronik-Händlers 848 Millionen Franken und muss zusätzlich noch für Schulden aufkommen. Total kostet der Deal den Mischkonzern über eine Milliarde Franken. Um die Übernahme zu finanzieren, wird Dätwyler Schulden aufnehmen und das Kapital erhöhen.
Dätwyler ist bereit, den Aktionären rund 50 Prozent mehr als den letzte Börsenkurs zu bezahlen. Ein stolzer Preis, denn Premier Farnell ist ein Sanierungsfall. Das Unternehmen hat nach Gewinnwarnungen letztes Jahr Restrukturierungen angekündigt. Die Konzernleitung von Dätwyler glaubt, aus der Zusammenlegung seines Bereichs Technical Components mit Premier Farnell Synergieeffekte erzielen zu können. Zu Dätwyler gehören Distrelec, der deutsche Katalogdisti Reichelt Elektronik (2009 übernommen)
Dätwyler habe historisch eher das MRO-Segment (Maintencance, Repair, Operations) bedient, Premier Farnell hingegen das EDE-Segment (Electronic Design Engineers), argumentiert die Konzernspitze. Zusammen könne man beide Märkte bedienen.
Premier Farnell ist in der Schweiz unbekannt. Allerdings nicht eines der Produkte der Briten. Denn der Distributor ist der Hersteller des berühmten superbilligen und superkleinen Computers Raspberry Pi. (hc)

Loading

Mehr zum Thema

image

DXC hofft auf Turnaround im kommenden Jahr

Der Umsatz des IT-Dienstleisters ist im abgelaufenen Quartal erheblich geschrumpft. Im nächsten Geschäftsjahr soll es aber wieder aufwärts gehen, sagt der CEO.

publiziert am 2.2.2023
image

Rapid7 prüft offenbar einen Verkauf

Der Security-Anbieter erwägt laut Medienberichten Optionen für einen Verkauf. Dabei soll auch eine Übernahme durch Private-Equity-Investoren infrage kommen.

publiziert am 2.2.2023
image

Gartner: Nachfrageschwäche für PCs hält an

Sowohl Unternehmen als auch Consumer werden dieses Jahr weiterhin Ausgaben scheuen und ihre alten Geräte länger benutzen, anstatt neue zu kaufen, sagt der Marktforscher.

publiziert am 1.2.2023
image

Opentext: Nach der Übernahme kommen die Entlassungen

Nach dem Merger mit Micro Focus sollen rund 8% der Stellen gestrichen werden.

publiziert am 1.2.2023