Dätwyler vollzieht nun auch den Verkauf von Reichelt

6. September 2021, 11:16
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Mit dem Verkauf an die Zuger Beteiligungsgesellschaft Invision schliessen die Dichtungsspezialisten den Ausstieg aus dem Distributionsgeschäft ab.

Mit dem jetzt angekündigten Verkauf des deutschen Onlinedistis Reichelt schliesst Dätwyler seine nach eigenen Worten "Devestition des Distributionsgeschäfts und Fokussierung auf das Sealing Geschäft" ab. Zur Akqusition schreiben die in Zug ansässigen Investoren von Invision, dass sie Reichelt gemeinsam mit dem Management übernehmen. Die Transaktion soll noch in diesem Herbst abgeschlossen sein. Noch stehen aber die üblichen Vollzugsbedingung, insbesondere die Freigabe durch das Kartellamt aus, wie Invision festhält. Zum Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht, es sei Stillschweigen vereinbart worden.
Dätwyler hatte Ende 2009 mitgeteilt, "den deutschen Elektronik- und PC-Zubehör-Katalogdisti Reichelt" zu kaufen, wie wir damals schrieben. Heute versteht sich Reichelt als "E-Commerce Unternehmen von elektronischen Komponenten für B2B- und B2C-Kunden", das im Jahr 2020 mit rund 280 Mitarbeitenden einen Umsatz von knapp 190 Millionen Franken erwirtschaftet hat. Das waren fast 20% des Umsatzes von Dätwyler, der im letzten Jahr insgesamt bei etwas weniger als 1,1 Milliarden Franken lag.
Dass Reichelt verkauft werden könnte, ist schon länger klar. Bereits als die Urner Ende 2019 den Verkauf von Distrilec und Nedis bekannt gaben, hiess es, man prüfe auch den Verkauf von Reichelt. Damals hiess es zudem, Dätwyler fokussiere sich auf das wachstums- und margenstarke Dichtungsgeschäft. Das wird jetzt noch einmal unterstrichen.

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