Das 18'000-Franken-pro-Meter-RZ

27. August 2010, 10:33
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'Wir setzen einen neuen Benchmark in Sachen Rechenzentrum,' war gestern anlässlich der Eröffnung eines neuen Rechenzentrums von Interxion in Glattbrugg mehr als einmal zu hören.

'Wir setzen einen neuen Benchmark in Sachen Rechenzentrum,' war gestern anlässlich der Eröffnung eines neuen Rechenzentrums von Interxion in Glattbrugg mehr als einmal zu hören. Tatsächlich dürfte Interxion in Sachen verfügbarem Strom, neuer Technologie für die Kühlung und Redundanz der Anlagen für Stromversorgung und Sicherheit nun in der oberen Liga mitspielen. So hat der Stromlieferant dem Rechenzentrum die Lieferung von maximal 17 MVA (Megavoltampere) im Endausbau zugesichert und Interxion hat zudem die Effizienz des Stromkonsums verbessert. Man nannte uns gestern bei einer Führung durch das Rechenzentrum einen Wert für die Effizienz von 1.43 (bei einer Einheit Stromkonsum des Kunden braucht es 0.43 für Kühlung, Infrastruktur und Gebäude) was unserer Berechnung nach ziemlich genau dem DCiE-Wert von 70 Prozent, den Swisscom nun in Zollikofen erreicht, entspricht. Zudem hat man einige frühere Schwachstellen, etwa bei der Logistik für die Zulieferung von Anlagen, ausgemerzt.
Hoffen auf rasche Kundengewinne
Ein professionelles Rechenzentrum für anspruchsvolle Kunden wie etwa Banken zu bauen, ist teuer. Der Umbau und die Ausrüstung des neuen RZs hat, so Interxion-Schweiz-Chef Eddy Van den Broeck, ungefähr 18'000 Franken pro Quadratmeter gekostet, fast doppelt so viel wie die 10'000 Franken, die wir bisher immer als "Faustregel" für die Berechnung der Investition beim RZ-Bau angenommen haben.
Viel Geld, das Interxion mittels teurem Fremdkapital beschaffen musste. Entsprechend hoch ist der Druck, die neu gebauten Flächen rasch vermieten zu können. Van den Broeck ist allerdings ausgesprochen optimistisch. Er glaubt, bis Ende September 600 der nun neu eröffneten 850 Quadratmeter vermietet zu haben. Bis Ende Oktober sind weitere 800 Quadtratmeter ausgebaut. Sein Ziel, bis Ende Jahr 80 Prozent der neuen Flächen vermietet zu haben, sei "sportlich aber nicht unmöglich", so Van den Brock. (hc)
(Interessenbindung: Interxion ist ein wichtiger Werbekunde unseres Verlags)

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