Das bringt die Consumer Electronics Show

5. Januar 2015, 11:48
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Vernetzte Geräte und Autos, 8K-Fernseher, Virtual-Reality-Brillen: das konnte man an der CES erwarten. Produkte wie HPs 3D-Display Zvr und Lenovos ThinkPad Stack zeigen, dass auch im klassischen PC-Bereich Innovationen möglich sind.

Vernetzte Geräte und Autos, 8K-Fernseher, Virtual-Reality-Brillen: das konnte man an der CES erwarten. Produkte wie HPs 3D-Display Zvr und Lenovos ThinkPad Stack zeigen, dass auch im klassischen PC-Bereich Innovationen möglich sind.
Für eine Woche im Januar wird Las Vegas traditionell zur Hauptstadt der Elektronik-Industrie. In diesem Jahr vom 6. bis zum 9. Januar. An der CES (Consumer Electronics Show) versammelt sich die Branche, um ihre Neuheiten vorzustellen. Dass die Vernetzung aller Geräte im Zentrum steht, ist kaum mehr eine Überraschung. Das war schon letztes Jahr so. Im Vordergrund stehen dieses Jahr etwa die Autos.
Die Autoindustrie arbeitet mit Hochdruck an vernetzten und selbstfahrenden Fahrzeugen. Partner und zugleich Rivale ist dabei die IT-Branche. So kündigte der südkoreanische Elektronik-Riese LG kurz vor CES-Beginn an, dass er 3D-Kameras für automatisiert fahrende Mercedes-Autos liefern wird. Google könnte mit seinen Ambitionen für selbstfahrende Stadt-Mobile ein scharfer Konkurrent der Autoindustrie werden. Die Autokonzerne legen deshalb besonderen Wert darauf, in Las Vegas Flagge zu zeigen. Audi zeigt sein selbstfahrendes Auto und das multimediale Cockpit der nächsten Generation seines TT.
Aus der IT-Branche sorgt vor allem Nvidia für Aufsehen. Der Chiphersteller zeigte am Sonntag mit dem Tegra X1 sein neustes System-on-a-Chip, das allem für Fahrzeuge gedacht ist. Dafür gibts auch eine Entwicklungsplattform. Um den Herstellern Entwicklungsaufwand zu ersparen, hat Nvidia laut 'Heise' einen Baukasten (Drive CX) entwickelt, der die Visualisierung von Instrumenten, aber auch von Navi-Ansichten und anderen Entertainment-Funktionen erleichtern soll. Ausserdem setzt Nvidia mit Drive PX auf autonom fahrenden Autos. Zwei Tegra X1 nehmen hier die Videoströme von bis zu zwölf HD-Kameras entgegen und werten diese zur Objekterkennung oder zum automatisierten Einparken aus. Sowohl Drive CX als auch Drive PX sollen bereits Mitte Jahr erhältlich sein, fertige Produkte könnten 2016 kommen. 'Heise' zweifelt allerdings am Zeitplan.
In Las Vegas werden zudem auch diesmal Dutzende Drohnen gezeigt. Von einer Spielerei sind die kleinen Fluggeräte inzwischen zu einem möglichen Logistik-Werkzeug geworden. Ausserdem werden sie für professionelle Kamera-Aufnahmen genutzt. Die Regulierung bleibt jedoch eine Hürde, insbesondere nachdem es jüngst Ärger wegen Drohnen in Nähe von Flughäfen gab. Ausserdem werden Wearables und Smart-Home-Gadgets um Aufmerksamkeit buhlen. Sony will eine Brille vorstellen, die ähnlich wie Google Glass funktioniert.
An der CES sollen Hunderte Geräte gezeigt werde, die sich miteinander und mit dem Internet verbinden lassen. Schon vergangenes Jahr waren smarte Zahnbürsten zu sehen. Diesmal zeichnet sich der Trend zu digitalen Gesundheits-Anwendungen noch stärker ab. Für die vielen Fitness-Tracker gibt es nun Plattformen etwa von Google und Apple, mit denen die Daten von Geräten verschiedener Anbieter gesammelt ausgewertet werden können. Zudem kündigen sich mit der Entwicklung "smarter Textilien" ganz neue Möglichkeiten an: Die Sensoren müssen nicht mehr etwa am Handgelenk getragen werden, sondern können direkt im T-Shirt stecken.
Messe der Unterhaltungselektronik
Bei allem Neuen bleibt die CES aber wie ehedem eine Messe der Unterhaltungselektronik. Vergangenes Jahr präsentierten die südkoreanischen Branchenriesen Samsung und LG in Las Vegas ihre riesigen neuen Fernseher mit gebogenen Displays und besonders scharfem Bild dank vierfacher HD-Auflösung. Diesmal werden Modelle mit sogenannter 8K- statt 4K-Auflösung erwartet. Die Displays der bisher vor allem in Japan entwickelten Geräte kommen auf 7680 mal 4320 Bildpunkte. Zum Vergleich: Beim heute am weitesten verbreiteten Full- HD sind es nur 1920 mal 1080 Pixel.
Daneben dürfte auch bei der TV-Technik die Vernetzung im Mittelpunkt stehen. So wurde vor Messebeginn bekannt, dass alle neuen Samsung-Fernseher mit Internetanschluss mit dem hauseigenen Betriebssystem Tizen laufen sollen, das auch in den Smartwatches des südkoreanischen Smartphone-Marktführers steckt.
Hewlett-Packard zeigt gleich mehrere neue Monitore. Neben 4K- und 5K-Modellen befinden sich auch Geräte mit gekrümmten Bildschirm darunter. Auch ein 3D-Display zeigt HP, das mit passiven Brillen für die dritte Dimension zusammenarbeitet. HP nennt sein 3D-Display Zvr Virtual Display (Foto). Der Full-HD-Bildschirm misst 23,6 Zoll und erlaubt es, 3D-Modelle zu bewegen oder auf dem Screen zu rotieren. Dazu gibt es auch einen Stift. Der Zvr-Monitor, der im Frühjahr erscheinen soll, sei eine Art "Cousin" des Sprout.
Der weltgrösste PC-Hersteller Lenovo setzt derweil auf Zubehör. Das ab Frühjahr erhältliche ThinkPad Stack bietet die Möglichkeit, externe Festplatten, Lautsprecher oder Akkus zusammenzustecken. Die erste Welle besteht aus einem 10.000 mAh starken Akku, einem Bluetooth-Lautsprecher, einer mobilen Festplatte (1 TB) und einem LTE-Hotspot. Die verschiedenen Geräte kommunizieren untereinander, leiten also Daten und auch Strom durch. Da kombinierte Geräte das gleiche Stromkabel nutzen, soll es kein Wirrwarr geben. Festplatte und Hotspot kosten 200 Dollar, der Lautsprecher 90 Dollar, der Akku 50 Dollar.
Eine Liste von 25 "heissen" Produkten gibt es zum Beispiel auf 'CRN'. (sda/mim)

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