Das erste "Google-Handy" ist da (dort)

23. Oktober 2008, 12:09
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T-Mobile USA bringt das erste Mobiltelefon mit dem "Android"-Betriebssystem auf den Markt. Vollgepackt mit Google-Software.

T-Mobile USA bringt das erste Mobiltelefon mit dem "Android"-Betriebssystem auf den Markt. Vollgepackt mit Google-Software.
Apples Kulthandy iPhone hat seit gestern Abend Konkurrenz: T-Mobile brachte die ersten "G-Phones" in die Läden. Das 'G1' hat einen berührungsempfindlichen Bildschirm aber im Gegensatz zum iPhone auch eine Tastatur. Kennzeichnend ist die enge Verzahnung von Google-Applikationen (Landkarten, E-Mail, Kalender) mit den Telefonie- und Ortungsfunktionen. Besitzer einer G-Mail-Adresse können mit dem Handy untereinander chatten, man kann sich auf Google Maps orientieren, YouTube-Videos anschauen und sich im Web bewegen. Der vorinstallierte Browser auf dem Handy basiert auf dem gleichen Code wie Apples 'Safari'.
Schon 40 kostenlose Zusatzprogramme
Interessant werden die auf "Android" basierenden Mobiltelefone durch die grosse Menge an (teilweise kostenlosen) Zusatzprogrammen, die von der riesigen Open-Source-Community entwickelt werden und vom "Android Markt" heruntergeladen werden können. So gibt es Spiele, einen "Sicherheitsberater" ("You are in an unsafe neighborhood"), einen Skype-Client, Software, mit denen man andere "G-Phones" lokalisieren kann und vieles mehr. Besonders raffiniert: Ein Progrämmchen setzt die Kamera des Mobiltelefons als Barcode-Scanner ein. Mit der eingescannten Produkte-Information kann man dann automatisiert alle Online-Läden nach dem besten Preis für das Produkt abklappern. Unschön für Ladenbesitzer, schön für Leute, die gerne feilschen...
Das neue 3G-Handy wurde in den letzten Wochen breit an US-Journalisten zum testen verteilt. Die Reaktionen sind nicht durchwegs positiv. Zwar funktionieren die Befehle für cut&paste im Gegensatz zum iPhone auf dem G1, doch hat das Ding zwar Software für den Online-Kauf von Musik, aber keine Buchse für Standard-Kopfhörer. (Christoph Hugenschmidt)

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