Das "I" in "CIO"

25. August 2006, 09:01
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Information, Innovation, Infrastructure. Vom CIO wird alles verlangt, besagt eine IBM-Studie.

Information, Innovation, Infrastructure. Vom CIO wird alles verlangt, besagt eine IBM-Studie.
CIOs im Wandel: Gemäss einem heute veröffentlichten "Report" von IBM Schweiz entwickelt sich die Rolle des Chief Information Officer kontinuierlich zu der eines Chief Innovation Officers. Dafür seien "neue Qualifikationen" und "Wissenserweiterung" unerlässlich, meinen 64 Prozent der 20 befragten CIOs aus der Finanz-, Versicherungs- und Telekommunikationsbranche sowie aus der öffentlichen Verwaltung. Die CIOs wurden im Rahmen des "Swiss Innovation Outlook 2006 – die Rolle des Chief Information Officer in der Schweiz" befragt.
Gefragt ist eine "Unternehmenspersönlichkeit mit Technologieverständnis". Betriebswirtschaftliches Know-how und Branchenkenntnisse werden gleich wichtig sein wie kommunikative Fähigkeiten, Überzeugungskraft und strategisches Denken. Der moderne CIOs soll, kurz gesagt, alle Register ziehen können und für jede Aufgabe gewappnet sein.
Laut Susanne Ruoff, Director Global Technology Services bei IBM Schweiz, wird der CIO der Zukunft drei wichtige Aufgaben wahrnehmen (müssen): Die Rolle des Chief Infrastructure Officers bleibe die Grundaufgabe. Immer wichtiger wird die Rolle als Innovator. Der dritte Punkt ist die Herausforderung, "zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen, zwischen Technologie und Business erfolgreich Brücken zu schlagen und zu integrieren", so Ruoff.
Aufgaben nach Branchen
CIOs von Banken sollten das "I" auf der Visitenkarte als "Innovation" interpretieren. Kundenfokus und Technologie werden als Innovationstreiber eingeschätzt. Der CIO muss aber selber entscheiden, welche Neuerungen tatsächlich umgesetzt werden sollen. In der Versicherungsbranche seien die Herausforderungen definiert, meint IBM. CIOs in Versicherung kennen ihre Aufgaben bestens, heisst es etwas verklausuliert.
In der Telekom-Branche sei eine Strategie erfolgsversprechend, die Dienstleister für Sprach- und Datenübertragung und Telcos einbindet. Man vertraue auf Differenzierung. CIOs der öffentlichen Verwaltung hingegen müssen sich laut dem Report in Geduld üben. Dort herrsche "fehlendes Verständnis für die Informatik". Weitere Hindernisse sind langwierige Entscheidungsprozesse und die "wenig förderliche kantonale Organisation". Dieser CIO muss viel in Basisarbeit investieren, damit Politiker erkennen, dass dank Informatik politische Zielsetzungen erreicht werden können.
Obwohl der Fokus auf Innovation gesetzt werden soll, steht bei drei Vierteln der Befragten nach wie vor die Betreuung der Infrastruktur im Mittelpunkt. Die Sicherstellung des operativen Betriebs und der Infrastruktur beanspruchen über 70 Prozent der Arbeitszeit. Es wird erwartet, dass in den kommenden zwei Jahren 10 bis 20 Prozent an "innovativen Aufgaben" dazukommen. Immerhin erwartet ein Drittel der Befragten keine Veränderungen. Dabei könnte es sich um Wunschdenken handeln, wenn man die Flut von Aufgaben betrachtet, die ein CIO in Zukunft bewältigen soll. (mim)

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