Das iPhone kann auch ein bisschen Linux

1. Dezember 2008, 15:28
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Findige Hacker konnten das Apple-Handy iPhone so manipulieren, dass darauf eine Linux-Variante läuft - allerdings mit gewichtigen Einschränkungen.

Findige Hacker konnten das Apple-Handy iPhone so manipulieren, dass darauf eine Linux-Variante läuft - allerdings mit gewichtigen Einschränkungen. Welcher Natur diese Einschränkungen sind, ist in einem Demonstrationsvideo ersichtlich, das zeigt, wie das Linux-Betriebssystem auf dem iPhone startet. Linux selbst konnte auf dem Handy bislang nicht installiert werden, lediglich ein sogenannter Bootloader, der quasi als "Eingangstor" dafür dient.
Wird das Gerät nach dem Einschalten nun mit Linux gestartet, beginnt die grosse Handarbeit. Im Video wird erklärt, dass der Betriebssystemkern und andere Linux-Teile bei jedem Start per USB auf das Handy überspielt werden müssen. Das Speichern und direkte Booten via iPhone ist also nach wie vor nicht möglich. Doch auch nach dieser Arbeit dürfte die Freude nur von kurzer Dauer sein, denn das Linux-iPhone kann nämlich so ziemlich nichts, ausser per PC-Tastatur eingetippte Befehle entgegenzunehmen. Weder funktioniert der Touchscreen, noch lässt sich damit im Internet surfen oder Emails lesen. Nicht einmal telefonieren beherrscht das Gerät.
Aber darum geht es den Hackern auch gar nicht. Sie wollen vielmehr aufzeigen, dass ein "iPhone-Linux" grundsätzlich möglich ist. Die Hacker wollen auch Googles Handybetriebssystem "Android" auf das iPhone portieren und suchen dazu Unterstützung via ihrem Blog. (bt)

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