Das ist die neue Lawson-Strategie

29. Mai 2009, 12:15
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Weiterer Stellenabbau. Erhöhter Fokus auf vertikale Industriebereiche, in denen sich Lawson bessere Verkaufschancen ausrechnet.

Weiterer Stellenabbau. Erhöhter Fokus auf vertikale Industriebereiche, in denen sich Lawson bessere Verkaufschancen ausrechnet.
Der ERP-Hersteller Lawson, der 2005 den schwedischen Anbieter Intentia übernommen hatte, will noch stärker auf Industriebereiche fokussieren, in den man sich gute Verkaufschancen ausrechnet. Wie Lawson-Topmanager Travis White heute zu inside-it.ch sagte, will der Konzern seine Verkaufsaktivitäten in Europa auf Industrien konzentrieren, in denen man gegenüber dem Wettbewerb klare Vorteile bieten kann. Gemeint sind Branchen, die einen ERP-Anbieter vor grosse Herausforderungen, wie etwa eine komplexe Austausch-Logistik (Kleider-Herstellung und Verkauf), die Abwicklung von Verfalldaten (Nahrungsmittel) oder komplexe Service-Prozesse bei gleichzeitig hohem Kapitaleinsatz, stellen.
Konkret nennt White drei Industriebereiche: ESM&R (Equipment Service Management & Rental), die Modeindustrie ("Fashion") sowie die Nahrungsmittel und Getränke.
Tatsächlich konnte Lawson im Bereich ESM&R mit der Einführung des Systems M3, das ehemalige 'Movex' von Intentia, beim deutschen Grosskunden Zeppelin Baumaschinen sowie einem Neukunden in Schweden in jüngster Zeit Erfolge vermelden.
Organisatorische Konsequenzen
Auch organistorisch will man den Fokus auf die Sub-Industriebereiche durch die Bildung von länderübergreifenden Business Units abbilden. White betont im übrigen, dass die Kunden im Bereich "Manufacturing & Distribution" (M&D) keinesfalls im Regen stehen gelassen werden sollen. "Wir werden M3 für M&D weiter entwickeln und auch neue Funktionen bringen. M3 wird auch in diesem Bereich sehr konkurrenzfähig sein," so der Marketing-Verantwortliche des Konzerns. Man peile Kunden mit komplexen Anforderungen, zum Beispiel im Bereich Sicherheit (Rückverfolgbarkeit von Produkten, Garantien, etc.) oder solche, die mehrere Währungen und Sprachen im System abbilden müssen, an.
White bestätigt, dass der Konzern vor allem in Europa ungefähr 150 Stellen zusätzlich abbauen wird. In der Schweiz hat Lawson gemäss White ungefähr 25 Mitarbeitende. Eine Stelle wurde gestrichen. (Christoph Hugenschmidt)

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