Das Itanium-"Ökosystem" wächst

2. November 2004, 10:00
  • rechenzentrum
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Gemäss HP sind gegenwärtig bereits 2700 Applikationen für die Itanium-Serverplattform verfügbar. Ausserdem sollen nächste Woche schnellere Itaniums auf den Markt kommen.

Gemäss Don Jenkins, Marketingchef von HPs "Business Critical Systems"-Gruppe, sind gegenwärtig bereits 2700 Applikationen für Itanium-Server verfügbar. Das seien mehr, als HP und Intel erhofften, die sich etwas früher in diesem Jahr ein internes Ziel von rund 2500 Applikationen gesetzt hätten. Die Menge der Software, welche die Itanium-Plattform unterstützt, oder wie man es in amerikanischen Unternehmen gerne etwas blumiger (aber falsch) ausdrückt, das "Itanium-Ökosystem", ist eine wichtige Kennmarke. Mit jeder Anwendung, die auf den Itanium Servern ohne spezielle Anpassungen läuft, wächst potentiell die Akzeptanz der Kunden.
Ausserdem soll Intel nun nächste Woche die bereits früher erwarteten Itanium 2s-Chips, die neue, schnellere Generation seiner 64-Bit-Server-Chipfamilie, auf den Markt bringen, berichtet "Computer Business Reviews". Die neuen CPUs werden 9MB Cache aufweisen. Mit welchen Taktfrequenzen sie genau erscheinen werden, ist aber noch nicht bekannt.
Sowohl die wachsende Anzahl der Applikationen für Itanium Server als auch die schnelleren Chips sind gute Nachrichten für Intel, HP und andere Hersteller wie NEC oder Unisys, die für ihre Server-Linien sehr stark auf die Itaniums setzen. AMDs Opterons einerseits wachsen "von unten" zu einer unerwartet starken Konkurrenz heran. Die traditionellen Konkurrenten im High-end, IBM (POWER-Chips) und Sun (Sparc) andererseits lassen keine Anzeichen erkennen, die Entwicklung von eigenen Chips aus Kostengründen aufgeben zu wollen, wie das viele Experten bei der Lancierung der Itaniums vor dreieinhalb Jahren angenommen hatten. Und beide scheinen beim Preis-/Leistungsverhältnis noch gut mithalten zu können. (hjm)

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