Das Kantonsspital St. Gallen legt die KIS-Ausschreibung vor

3. August 2020, 16:04
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Mit hohen Ansprüchen haben die St. Galler Spitäler die Ablösung ihres Klinikinformationssystems gestartet.

Die 4 Spitalverbunde im Kanton St.Gallen und die Geriatrische Klinik St.Gallen wollen ein neues KIS (Klinikinformationssystem) beschaffen. 5 Monate nach Ankündigung des Projektes ist jetzt die Ausschreibung erfolgt.
Abgelöst werden soll die heute verwendete Software MedFolio-HIS von Nexus, die bereits seit über zehn Jahren in Betrieb sei, ist den Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen. "Aufgrund des technologischen Fortschritts und der künftigen Herausforderungen hat der Auftraggeber entschieden, ein neues KIS inklusive PDMS (Patientendatenmanagementsystem) zu beschaffen", heisst es weiter. Mögliche Anbieter müssen eine KIS-Gesamtlösung mit allen Optionen offerieren können.
Die Ausschreibung des "Programm newKIS" hat das Shared Service Center für die Informatik (SSC-IT) der Spitalverbünde und der Geriatrischen Klinik St. Gallen vorgelegt. Man suche einen Partner für Beratungs- und Informatikdienstleistungen plus der benötigten Applikationen sowie Unterstützung bei Planung, Konzeption, Konfiguration und Schnittstellen mit Geräteeinbindungen, Migration, Einführung, Inbetriebnahme, Wartung, Pflege der Software und Support, teilt man dort mit.
Neben diesen Vorgaben fällt vor allem auf, dass die neue Lösung "die Basis zur Erreichung der HIMSS-EMRAM-Level-6-Zertifizierung schaffen" soll. Hinter dem von der HIMSS (Healthcare Information and Management Systems Society) entwickelten EMRAM-Prozess (Electronic Medical Record Adoption Model) steht – grob gesagt – der Anspruch, alle IT-Innovationen nutzen zu können, um sukzessive das papierlose Spital zu erreichen.
In Luzern wie zuletzt bei der Insel Gruppe in Bern waren es nicht zuletzt solche hohen Ansprüche, die trotz Gerichtsprozessen am Ende den amerikanische Anbieter Epic die Aufträge gewinnen liess.

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