Das "Mitmachweb": Ein Meer von Spam und Malware

9. Februar 2010, 15:03
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Spammer Generated Content.

Spammer Generated Content.
Der Traum vom Web 2.0, das von seinen Usern selbst mit Inhalten gefüllt wird, ist zumindest teilweise zu einem Albtraum geworden. Gemäss Angaben des Security-Dienstleisters Websense sollen im zweiten Halbjahr 2009 nicht weniger als 95 Prozent (!) aller "Kommentare" in Blogs, Chaträumen und Foren Spam gewesen sein oder Links zu malwareinfizierten Webseiten enthalten haben.
Das Web hat inzwischen E-Mail als Hauptmedium für Attacken, bei denen es um das Stehlen von Daten geht, abgelöst. Gemäss Websense erfolgten in der zweiten Hälfte des letzten Jahres 58 Prozent dieser Angriffe über das Web. Das hindert die Spammer und Hacker allerdings nicht daran, auch weiterhin das Medium E-Mail intensiv zu nützen: Im Untersuchungszeitraum waren gemäss Websense 85,8 Prozent aller weltweit verschickten E-Mails Spam oder Phishingversuche. 81 Prozent enthielten "böse" Links.
Kommentar: Die dicke Haut der User
Das "Web 2.0" in allen seinen Varianten hat sich nach dem E-Mail als zweiter grosser neuer Kommunikationskanal des Internetzeitalters etabliert. So gesehen ist es nur logisch, dass es auch zum zweiten grossen Spammer- und Hackerkanal geworden ist. Es gibt aber auch Grund, dies mit einer gewissen Gelassenheit zu sehen: Malware-Gefahr und Spam erschrecken und ärgern die User zwar, werden sie aber – wie eben auch schon beim E-Mail - kaum von der Benützung des neuen Kommunikationsmediums abhalten. (Hans Jörg Maron)

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