Das Musée Bolo schreit um Hilfe

2. November 2020, 14:48
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Corona-bedingte Restriktionen haben das Lausanner ICT-Museum finanziell hart getroffen. Damit es weiter machen kann, müssen 65'000 Franken her.

Das 2002 gegründete und in der EPFL beheimatete Musée Bolo beherbergt eine der grössten Sammlungen von ICT-Paraphernalien Europas. In den Lagerräumen befinden sich nach Angaben des Museums 5000 historische Computer und Gamekonsolen, 15'000 Bücher und Magazine sowie 8000 Programme. Die besten Stücke würde man gerne weiterhin restaurieren, zum Laufen bringen und ausstellen.
Aber: Dafür muss Geld her. Wie das Museum in einem Communiqué schreibt, haben die Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie die Einnahmen fast zum Erliegen gebracht. Die letzte Sonderausstellung musste kurz nach der Eröffnung im Februar wieder geschlossen werden. Sowohl Gratiseintritte als auch bezahlte Führungen wurden auf dem Campus der EPFL untersagt.
Das Museum braucht nach eigener Aussage 65'000 Franken, um seine laufenden Kosten zumindest bis Ende 2020 decken zu können. 15'000 Franken bräuchte das Museum, um die in diesem Jahr bisher angefallenen Kosten zu decken, und 50'000 Franken, um die Lagerräume zu finanzieren.
Um dieses Geld zusammenzutragen, hat es einen Spendenaufruf gestartet. Wer spendet, kann übrigens nicht nur zum Überleben des Museums beitragen, sondern auch selbst etwas davon haben. Für je 10 Franken erhält man eine "Bolocoin", die innerhalb von 5 Jahren gegen Geschenke wie T-Shirts oder VIP-Eintritte eingetauscht werden kann.
Das Musée Bolo wurde 2002 vom Sammler Yves Bolognini gegründet. Es widmet sich der Förderung der "digitalen Kultur" und der Erhaltung der Geschichte der Informatik und der Videospiele.
Die Coronasituation trifft viele Museen hart. Das Zürcher Museum für Digitale Kunst (Muda) beispielsweise musste bereits Ende Juni das Handtuch werfen und seine Tore permanent schliessen. 

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