Das neue "heisse" IT-Thema: Kühlung

29. November 2006, 14:06
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HP startet ein neues Serviceangebot rund um Datacenter-Kühlung.

HP startet ein neues Serviceangebot rund um Datacenter-Kühlung.
Gemäss Berichten von US-Medien will Hewlett-Packard ab dem nächsten Sommer ein Dienstleistungspaket für die energieeffizientere Kühlung von Datenzentern anbieten. Bisher, so HP, wird die Kühlung meistens für einen ganzen Computerraum gesteuert – Um auch die heissesten Maschinen genügend zu kühlen, tendieren Unternehmen daher dazu, die Gesamttemperatur tiefer zu halten, als notwendig wäre.
Grundlage des HP-Kühlungskonzepts ist die unter dem Stichwort "Dynamic Smart Cooling" entwickelte Technologie, welche über im Raum verteilte Sensoren die "heisse Stellen" und Serverschränke identifiziert, die gerade eine besondere Wärmeentwicklung aufweisen. Diese Daten werden in einer zentralen Management-Software ausgewertet, die wiederum individuelle Kühleinheiten ansteuert, so dass diese bei Bedarf einen "Hot Spot" mit mehr und kühlerer Luft bedienen können. Zum Servicepaket soll auch gehören, dass HP-Experten ein Datenzenter zuerst evaluieren und die notwendigen Installationen vornehmen.
HP will "Dynamic Smart Cooling" unabhängig davon anbieten, ob in einem Rechenzentrum Hardware von HP oder von anderen Anbietern installiert sit.
IT-Hardware tendiert dazu, nicht nur immer mehr Leistung zu bringen sondern auch – auf ihr Volumen bezogen – immer mehr Strom zu verbrauchen. In den heutigen Datenzentren, die durch diese Entwicklung immer dichter "gepackt" werden können, wird darum der Energieverbrauch immer mehr zum Thema, sowohl der direkte Verbrauch als auch der Aufwand für die Kühlung. Gemäss HP sollen die Kosten für die Kühlung in Datenzentren heute bereits die Kosten für den Energieverbrauch der Computer selbst übersteigen. HP verspricht in diesem Bereich Einsparungsmöglichkeiten von 25 bis 45 Prozent.
Neben den Kosten ergeben sich aber auch technische beziehungsweise strukturelle Probleme – wo zum Beispiel, kann man noch Kühleinheiten platzieren, wenn der Platz auf dem Dach langsam ausgeht.
Dies haben auch die Hardware-Anbieter erkannt, die daran arbeiten, das Verhältnis von Leistung zu Energieverbrauch von neuen Servern und anderen Geräten zu verbessern. Konzepte wie das von HP und anderen IT-Dienstleistern – denn HP ist natürlich nicht der einzige, der dieses Geschäftsfeld "entdeckt" – die bei der Kühlung ansetzen, greifen im Gegensatz dazu aber auch für die bereits existierende Infrastruktur. (Hans Jörg Maron)

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