Das Notebook ist ein flüchtiges Ding

27. Januar 2005, 11:58
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Mobile Geräte als Sicherheitsrisiko: Londoner Taxifahrer fanden 5000 vergessene Notebooks in lediglich sechs Monaten – und Handys werden noch wesentlich öfter verloren.

Mobile Geräte als Sicherheitsrisiko: Londoner Taxifahrer fanden 5000 vergessene Notebooks in lediglich sechs Monaten – und Handys werden noch wesentlich öfter verloren.
Auch wenn London eine riesige Stadt ist, erstaunen die folgenden Zahlen: Gemäss einer Studie der "Licensed Taxi Drivers Association" in Zusammenarbeit mit dem Security-Spezialisten Pointsec fanden die etwa 24'000 lizenzierten Londoner allein in der zweiten Hälfte des letzten Jahres rund 5000 Laptops, 5800 PDAs und 63'000 (!) Handys, die von vergesslichen Fahrgästen liegengelassen wurden.
Verglichen mit dem letzten Mal als diese Studie durchgeführt wurde, bedeutet dies eine Zunahme von 71% bei den Laptops und 350 Prozent bei den PDAs.
Ob nun Notebooks und PDAs wirklich so leicht zu verlieren sind, oder ob manche ein gestresster Angestellter sich per "Freud'schem Verlieren" etwas vom Dauerarbeitsdruck entlastet, spielt eigentlich keine Rolle: Auf jeden Fall ist anzunehmen, dass mobile Geräte auch anderswo auf der Welt in Massen verloren gehen. Die Londoner Taxifahrer sind nett, und retournieren gefundene Geräte wieder an ihre Besitzer, falls diese auffindbar sind. Wenn die Geräte aber in falsche Hände geraten ist das Sicherheitsrisiko potentiell gross.
Dabei geht es nicht nur um allenfalls gespeicherte vertrauliche Daten. Zunehmend sind auf mobilen Geräten auch Zugänge zum Unternehmensnetzwerk über VPN oder Zugriffsmöglichkeiten auf Unternehmensapplikationen eingerichtet – und wie Security-Experten berichten speichern immer noch viele Anwender ihre Passwörter gleich mit. (Hans Jörg Maron)

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