Das Rechenzentrum kommt vom Fliessband

8. Oktober 2010, 07:52
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20 Prozent billiger, 50 Prozent effizienter und innert Wochen statt Monaten betriebsbereit.

20 Prozent billiger, 50 Prozent effizienter und innert Wochen statt Monaten betriebsbereit.
Im Februar dieses Jahres stellte Hewlett-Packard (HP) eine neue Version seines Performance Optimized Data Center (HP POD) vor vom damals noch selbständigen Serverhersteller Sun Microsystems angekündigten Prototypen eines virtualisierten Data Centers in einem Container. Anfänglich waren Rechencentren in Containern als temporäre Notlösung für Kapazitätsengpässe gedacht. Nach Dave Donatelli, HP Executive Vice President und General Manager für Enterprise Server, Storage und Networking HP, können derartige Rechenzentren jedoch ein viel breiteres Anwendungsspektrum finden und zu nachhaltigen Dauerlösungen werden, weil sie gegenüber Rechenzentren, die in Gebäuden untergebracht sind, eine ganze Reihe von Vorteilen aufweisen. So seien sie rund 20 Prozent billiger, 50 Prozent effizienter und können innert Wochen anstatt Monaten oder gar Jahren nach dem Kaufbeschluss in Betrieb genommen werden.
HP baut darum des POD-Konzept nun mit Fabriken aus, die nach Kundenspezifikationen konfigurierte HP PODS innert sechs Wochen ab Bestelldatum schlüsselfertig ausliefern können. Die eine der beiden Produktionsstätten für solche Rechencenter vom Fliessband befindet sich in Amerika, in Houston im US-Bundesstaat Texas, eine weitere in Europa, in Erskine in Schottland.
Der technologische Schlüssel zum POD-Konzept liegt in der Converged Infrastructure Architecture von HP, mit der die drei Hauptkomponenten eines Datacenters zusammengeführt werden: unterschiedliche Server für das Processing, verschiedenartige Storage-Einheiten für die Datenspeicherung und die Networking-Geräte für die Kommunikation. Alle Hardware-Komponenten sind in standardisierten 19-Zoll-Racks untergebracht, einschliesslich der Stromversorgung und der Kühlanlage. Die POD-Container können im Freien stehen oder in offenen Hallengebäuden untergebracht werden.
Das POD-Konzept soll in den kommenden Wochen in einer Roadshow in einer ganzen Reihe von europäischen Städten vorgestellt werden. Der Startschuss zu dieser Kampagne fiel diese Woche an einem grossen Medien-Event im spanischen Barcelona.
HP prognostiziert Zuwachsraten im mindestens zweistelligen Bereich in allen Sparten seiner Converged Infrastructure Architecture. Auf die Lieferkapazität angesprochen, erklärte Mark Potter, HP Vice President für Industriestandard Server: "Wir haben 18'000 Quadratmeter Fabrikraum und können 15'00 Server gleichzeitig produzieren." Er wies daraufhin, dass 70 Prozent der Rechenzentren in den 1'000 grössten Unternehmen der Welt in naher Zukunft aus- und umgebaut werden müssen. Und Donatelli doppelte nach: "Einschränkungen in der Lieferkapazität, weder für Server, Storage- oder Networking-Einheiten, sind für HP kein Thema." Zu den erwarteten Zuwachsraten im POD-Geschäft wollte Donatelli allerdings nichts sagen. Nach Beat Welte, dem Pressesprecher von HP Schweiz, wurde in unserem Land bereits ein HP POD verkauft.
In Barcelona wurden zudem weitere Komponenten der laufend ausgebauten Converged Infrastructure Architecture vorgestellt: Das neue ProLiant-SL6500 Scalable System für Hosting und Webserving, das für Cloud Computing oder Outsourcing-Lösungen eingesetzt werden kann, dann der Tipping Point Security Service und nicht zuletzt die wesentlich optimierte Speichertechnologie, die HP neulich mit der Übernahme des Unternehmens 3Par erworben hat. (Gregor Henger, Barcelona)

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