Das Schweizer BIP ist eingebrochen – und die IT-Dienstleistungen?

28. August 2020, 10:27
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Die Wertschöpfung des Transport- und Kommunikationssektors schrumpfte um mehr als einen Fünftel.

Die Corona-Krise und die Eindämmungs-Massnahmen schlagen ökonomisch schwer zu Buche: Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2020 wie prognostiziert eingebrochen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ging gegenüber dem Vorquartal um 8,2% zurück, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt. "Gegenüber der Situation vor der Corona-Krise im 4. Quartal 2019 brach das BIP in der ersten Jahreshälfte 2020 kumuliert um –10,5 % ein", heisst es weiter.
Angesichts der scharfen Rezession in der Weltwirtschaft sei der Rückgang hierzulande aber begrenzt. Die Branchenstruktur der hiesigen Wirtschaft würde dazu beitragen, dass der Rückgang verhältnismässig glimpflich ausfalle, so das Seco.
Der Dienstleistungssektor war am stärksten von den Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen; die Wertschöpfung brach hier besonders stark ein, wobei besonders das Gastgewerbe (–54,2%) und der Transport- und Kommunikationssektor (–21,7%) betroffen waren.
In letzteren fallen auch die IT-Dienstleistungen und die Telekommunikation, für welche keine gesonderten Zahlen erhoben wurden, wie das Seco auf Anfrage mitteilt. Für die IT sind die Zahlen allerdings nicht besonders aussagekräftig, weil der Transport unter dem Quasi-Lockdown besonders gelitten haben dürfte.
Weniger stark litten die für IT-Dienstleister wichtigen Branchen Finanz und Versicherungen (–2,0%) sowie die Öffentliche Verwaltung (+0,2%).

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