Das Smartphone wird zur Fernbedienung für die Flugreise

3. August 2020, 11:28
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Für das Boarding soll ein Smartphone und das eigene Gesicht genügen, kündigt ein grosser IT-Dienstleister der Flugindustrie an.

Wenn es nach Sita, einem IT-Service-Spezialisten für die Luftfahrtindustrie, geht, werden Passagiere am Flughafen künftig sämtliche Formalitäten erledigen können, ohne mit anderen in Berührung zu kommen. Laut der hierzulande in Genf ansässigen Sita, die mit nahezu allen Flughäfen und Airlines der Welt zusammenarbeitet, wird das "Handy zur Fernbedienung der Passagiere". Das sagte Sita-Präsident Sergio Colella der Nachrichtenagentur 'DPA'. In Zeiten von Corona sollen Reisen ohne Handkontakte möglich und damit sicherer werden.
Konkret könne, wer nicht schon zu Hause online eingecheckt habe, mit der Handy-Kamera einen Barcode an einem Kiosk-Terminal einscannen und dann über das Handy seine Daten eingeben und sich seine Bordkarten respektive Gepäckanhänger ausdrucken. So werde vermieden, dass man im Flughafen noch einen Bildschirm berühren müsse.
Weitere Berührungen würden über einem persönlichen "digitalen Token" vermieden, hiess es weiter. Dafür würden Pass und Bordkarte am Flughafen mit einem Gesichtsscan verknüpft. Dann können Reisende sich an Kameraschranken der Sicherheits- oder Passkontrolle oder beim Einsteigen allein mit ihrem Gesicht ausweisen. "Am Flughafen von Los Angeles ist das Gesicht bereits die Bordkarte", so Colella. Aktuell arbeite man an Anwendungen, die Gesichter auch mit Maske erkennen können, schob er nach.
Die Technologien der global tätigen Firma sind laut Eigenangaben bei "nahezu jedem Passagierflug" im Einsatz. Sita arbeitet seit einiger Zeit an Facial-Recognition-basiertem Boarding, das in ersten Flughäfen genutzt wird.

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