Das war das IT-Jahr 2009

31. Dezember 2009, 10:00
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Skandale, Fusionen und viele "Never Ending Stories". Und natürlich immer wieder Krise, Krise, Krise.

Skandale, Fusionen und viele "Never Ending Stories". Und natürlich immer wieder Krise, Krise, Krise.
Das IT-Jahr 2009 begann gleich mit einem Skandal: Der Chef des indischen IT-Riesen Satyam musste zugeben, die Bilanzen des Unternehmens seit Jahren manipuliert zu haben.
Lauter "Bad News"
Wenige Tage nach dem Satyam-Kracher folgte noch im Januar die nächste Hiobsbotschaft, diesmal aus Kanada: Der Telekom-Ausrüster Nortel flüchtete in den Gläubigerschutz gemäss "Chapter 11".
Im Verlauf der Monate wurden die Nachrichten im Allgemeinen nicht besser. Die Wirtschaftskrise machte sich bald auch in der IT bemerkbar. Schlechte Quartalszahlen häuften sich - zeigte sich in der Krise, dass die Informatik in der Öffentlichkeit vor allem als Kostenfaktor angesehen wird.
Finanz-IT
Nicht überraschend: Finanzdienstleister wie UBS sind nur einige Beispiele.
In der Finanzindustrie mussten aufgrund der Krise noch stärker Kosten gesenkt werden. Dies geschah etwa durch den Verkauf gewisser IT-Einheiten im Wert von fast 3 Milliarden Dollar war der grösste Schweizer IT-Outsourcing-Deal seit Jahren.
Für den seit einiger Zeit gegen Kundenschwund kämpfenden IT-Dienstleister RTC war es wiederum ein schwieriges Jahr. Zwar ging im Juni die lang ersehnte neue Version der Bankensoftware IBIS live.
Konsolidierung
Trotz – oder wegen – der Krise ging die Konsolidierung im IT-Business weiter. Der aufsehenerregendste Deal war hierzulande sicher der Kauf von Sunrise durch Orange.
Eine grosse Überraschung war die Ende April angekündigte Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle.
Fast so viel wie Oracle für Sun bezahlen will, liess Cisco für Tandberg und Starent.
Immer wieder: Microsoft vs. alle anderen
Ebenso kampfeslustig gaben sich die ewigen Rivalen Microsoft und Google. Im Sommer gab es von Google mit der Ankündigung der Lancierung eines eigenen Betriebssystems einen Generalangriff auf Microsoft.
Wenn man Betriebssystem sagt, muss man natürlich Windows 7 erwähnen. Der Name des Vista-Nachfolgers tauchte bereits im Sommer 2007 erstmals auf und provozierte auch weit positivere Reaktionen verglichen mit dem Vorgängerprodukt.
Die "Never Ending Stories"
Reaktionen ausgelöst hat in diesem Jahr auch die Berichterstattung über die ausschreibungslose Auftragsvergabe des Bundes an Microsoft.
Weitere "Never Ending Stories" waren etwa der Bau von Glasfasernetzen.
Auch 2009 gab es auf der technologischen Ebene neue Trends. E-Book-Reader waren in der Krise besonders beliebt.
IT-Neuigkeiten wird es sicher auch 2010 geben. Wenn Sie jetzt schon wissen wollen, was das nächste Jahr bringt, lesen Sie hier unsere Prophezeiungen für das IT-Jahr 2010. (Maurizio Minetti)

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