Das wird teuer: Wenn IT-Systeme den Geist aufgeben

14. September 2010, 11:46
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Downtime geht ganz schön ans Portemonnaie, wie eine aktuelle Studie unter europäischen Unternehmen wieder einmal zeigt.

Downtime geht ganz schön ans Portemonnaie, wie eine aktuelle Studie unter europäischen Unternehmen wieder einmal zeigt.
Der Avoidable Cost of Downtime 2010 Report von CA Technologies listet die Verluste auf, die in europäischen Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern durch den Ausfall geschäftskritischer IT-Systeme entstehen. Die Spezialisten für IT-Management-Software haben dafür den Zusammenhang zwischen Ausfallzeiten und Kosten untersucht. Im Durchschnitt, so die als unabhängig deklarierte Studie, seien für die Reparatur von fehlerhaften IT-Systemen europaweit satte 263'347 Euro pro Unternehmen und Jahr fällig. Damit gingen Umsatzeinbussen von insgesamt mehr als 17 Milliarden Euro einher. Diese Zahl entsprieche 13,5 Prozent des gesamten geplanten IT-Budgets in Europa für das Jahr 2011, heisst es in der Studie.
Wenig neu ist die Erkenntnis, dass die Dauer der Ausfallzeiten die Höhe der finanziellen Verluste bestimmt. Laut den befragten 1808 Unternehmen aus elf europäischen Ländern fallen ihre IT-Systeme jährlich im Durchschnitt 14 Stunden aus. Die meiste Ausfallzeit (27 Stunden pro Jahr und Unternehmen) weisen die britischen Inseln aus. Für Belgien wurde mit acht Stunden pro Jahr und Unternehmen die tiefste Quote ermittelt.
Die Befragten gaben an, dass sie in der Zeit, in der die geschäftskritischen Systeme stillstehen, bis zu 32 Prozent weniger Umsatz generieren. Französische Unternehmen weisen dabei die grössten Umsatzverluste (rund 500'000 Euro pro Jahr) aus, während am anderen Ende italienische Unternehmen im Schnitt nur 34'000 Euro Umsatzeinbussen verzeichnen.
Nach dem Ausfall der IT-Systeme, benötigen die Unternehmen im Durchschnitt nochmals 4,2 Stunden, bis die Systeme wieder hochgefahren sind und regulär funktionieren. In dieser Phase sind noch immer Umsatzeinbussen von durchschnittlich 25 Prozent zu verzeichnen, hat die Studie herausgefunden.(vri)

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