Das Zürcher Amt für Informatik sucht ITSM-Lösung

6. März 2020, 12:26
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Das kantonale AFI sucht einen SaaS-Anbieter, der die Lösung für rund 21'000 Anwender implementiert und betreibt. Auch Public Cloud ist für das Amt eine Option.

Das Amt für Informatik (AFI) des Kantons Zürich sucht einen Anbieter, der eine Standardlösung für das IT-Service-Management (ITSM) als Software-as-a-Service implementiert und betreibt. Zudem soll der Partner auch für die Service-Garantie zuständig sein und 3rd-Level-Support bieten. Die Software wird künftig zur Abwicklung der wichtigsten ITSM-Prozesse von den Direktionen über das AFI bis zu externen Providern dienen.
Zum Pflichtumfang gehört unter anderem ein Self-Service-Portal für die Endanwender der kantonalen Verwaltung. Ein wichtiges Kriterium für die Anwender aber auch die IKT-Mitarbeiter sei die Usability, schreibt das AFI in den Unterlagen. Entsprechend wünscht man sich eine einheitliche Lösung mit zeitgemässem Erscheinungsbild und einfacher Bedienbarkeit.
Die SaaS-Lösung, muss Datenschutzauflagen erfüllen, aber kann in der Public Cloud, sowie auch in einer externen Privat Cloud oder hybrid betrieben werden, wie aus der Ausschreibung hervorgeht. Das AFI behält sich vor, sie zu einem späteren Zeitpunkt on premises in die eigenen RZs zu holen.
Der Release 1.0 soll bis Februar 2021 ausgerollt werden und die wesentlichen Grundfunktionalitäten enthalten. In einer zweiten Phase bis Ende 2022 soll die Lösung dann weiterentwickelt und mit zusätzlichen Prozessen und Modulen ergänzt werden.
Das AFI rechnet im ersten Jahr mit 7000 Endanwendern, die bis 2021 auf 21'000 erweitert werden. Die IKT-Mitarbeitenden, die das System nutzen, wachsen im selben Zeitraum von 300 auf 600 an. In den Ausschreibungsunterlagen wird im ausgebauten Stadium von rund 67'000 Tickets ausgegangen. Zu jenem Zeitpunkt umfasst die Infrastruktur rund 10'000 Clients, 1100 Server, 2000 Printer sowie 3000 Applikationen.
Das AFI behält sich vor, zu einem späteren Zeitpunkt auch die kantonalen Berufsfachschulen und Mittelschulen einzubinden, das wären nochmals rund 60'000 Endanwender.
Das AFI wurde im Rahmen der IKT-Strategie  Anfang 2018 geschaffen. Es ist in der Finanzdirektion angesiedelt und stellt die IKT-Grundversorgung des Kantons Zürich sicher. Daneben verantwortet es den Betrieb eines Security Operation Centers sowie das Qualitäts-, Risiko- und Finanz-Controlling.

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