Data Migration Consulting glaubt weiterhin an "On-Premise"

27. Januar 2012, 08:07
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Für den von T-Systems übernommenen SAP-Dienstleister ist die Konsolidierung und Harmonisierung von Daten eines der Hauptthemen.

Für den von T-Systems übernommenen SAP-Dienstleister ist die Konsolidierung und Harmonisierung von Daten eines der Hauptthemen.
"Den Kunden eine gute Datenqualität zu bieten, ist unser oberstes Credo", sagt Thomas Failer (Foto). Der Gründer und CEO des Kreuzlinger SAP-Dienstleisters Data Migration Consulting (DMC) leitet seit der Übernahme von DMC durch T-Systems Schweiz den Bereich Systemintegration in der Schweiz und ist ein alter Hase im Schweizer SAP-Business. Umso bemerkenswerter seine Einschätzung zur relativ neuen Cloud-Lösung SAP Business ByDesign: "Die Online-Software wird On-Premise-Installationen in den nächsten fünf Jahren nicht ablösen. Ich sehe es eher als komplementäres Produkt."
Man habe SAP Business ByDesign dennoch "auf dem Radar", so Failer im Gespräch mit inside-channels.ch. Doch im Fokus von DMC stünden nach wie vor die Kernelemente von SAP: ERP, CRM, Mobility, NetWeaver, Process Integration oder auch Business Intelligence. Zusammen mit T-Systems ist DMC als Anbieter von Application Management und Betrieb darauf spezialisiert, auf individuelle Kundenbedürfnisse einzugehen. Gemäss Failer eignet sich SAP Business ByDesign eher für KMU, die Standardprozesse definiert haben, aber noch über keine SAP-Installation verfügen. Der typische SAP-Kunde von DMC und T-Systems betreibt mindestens 500 Arbeitsplätze und lebt meistens schon in der SAP-Welt. SAP Business ByDesign wird darüber hinaus bis dato nur bei SAP selbst und nicht bei Partnerfirmen gehostet.
Konsolidierung und Harmonisierung
Schwerpunktthema bleibt für DMC, wie eingangs erwähnt, die Konsolidierung und Harmonisierung der Datenqualität bei den Kunden. Noch immer hätten grosse internationale Firmen zum Teil an den verschiedenen Standorten diverse Datenbestände und Systeme. Bei Zusammenschlüssen entstehe ebenfalls ein enormes Potenzial für die Konsolidierung und Harmonisierung der Daten, so Failer.
DMC verwendet dafür unter anderem das von der nicht von T-Systems übernommenen Data Migration AG entwickelte Tool JiVS. T-Systems wolle sich als Dienstleister positionieren, nicht selber Hersteller sein, sagt Failer. Deshalb sei ein Kauf der Produktentwicklung von Data Migration nicht in Frage gekommen.
Das vergangene Jahr sei sowohl für DMC als auch für T-Systems Schweiz erfolgreich gewesen, so Failer. Konkreter will der 46-Jährige nicht werden. Seit der Übernahme der DMC durch T-Systems beschäftigt der Bereich Systems Integration zusammen rund 100 Mitarbeitende. Sowohl bei DMC als auch bei T-Systems konnte in diesem Bereich um 20 Prozent aufgestockt werden. Wie bei der Übernahme vor einem Jahr schon angedeutet, bleibt DMC weiterhin unabhängig und am Standort Kreuzlingen. Warum? "Unsere Angestellten sind zufrieden. Ausserdem haben wir Hochschulen in der Nähe", sagt Failer. Die Grenznähe unterstreicht auch, dass man sich als europäisches Unternehmen sieht: "Das kommt bei den Kunden gut an." (Maurizio Minetti)

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