Datenindiskretionen und Datenverlust: Die häufigsten Ursachen

10. Oktober 2008, 14:35
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Der unbedachte und unvorsichtige Gebrauch von Firmencomputern für private Zwecke ist ein grosses Gefahrenmoment.

Der unbedachte und unvorsichtige Gebrauch von Firmencomputern für private Zwecke ist ein grosses Gefahrenmoment.
Wenn Daten verloren gehen - zum Beispiel durch Viren - oder vertrauliche Unternehmensdaten und -Informationen in falsche Hände geraten, liegt dass oft nicht an Geräteausfällen, Böswilligkeit von Angestellten oder gar Industriespionage. Sehr oft steckt einfach unbedachtes Verhalten dahinter.
Cisco hat vom US-Marktforschungsinstitut InsightExpress 2000 Angestellten und IT-Profis dazu befragen lassen, welche Arten von Fehlverhalten am Häufigsten zu beobachten sind. Natürlich gibt es viele gefährliche Verhaltensweisen, die nichts mit IT zu tun haben. Man ist schliesslich kommunikativ und mitteilungsbedürfig und plaudert bei Gesprächen manchmal auch etwas zu viel (oder zu laut), oder lässt fremde Personen unbeobachtet im Büros herumspazieren.
Wenn es um IT geht, werden die meisten Fehler dann begangen, wenn Angestellte die Firmen-IT und ihre PCs für private Zwecke nutzen. Dafür werden oft auch explizite Regeln umgangen. Jeder fünfte Angestellte hat zum Beispiel schon einmal Security-Einstellungen auf seinem PC geändert. Mehr als die Hälfte davon wollte sich so Zugang zu Websites beschaffen, die sonst blockiert gewesen wären, von Social-Networking-Sites über Musikshops bis zu Pornoseiten. Rund ein Drittel erklärte zudem, dass es ihrer Meinung nach ihren Arbeitgeber aus Prinzip nichts angehe, welche Sites sie besuchen.
Etwa 70 Prozent der IT-Verantwortlichen glauben, dass mindestens die Hälfte der Fälle von Datenverlusten und -Indiskretionen in ihrem Unternehmen mit dem Besuch von Social-Networking-Sites, Shopping-Seiten oder dem unerlaubten Gebrauch von Applikationen wie Peer-to-Peer-Software zum Downloaden von Musik, Filmen usw. zusammenhängt. Etwa zwei Drittel aller Angestellten wiederum geben zu, ihren Firmen-PC hin- und wieder dafür zu verwenden.
Aber es gibt auch andere, verbreitete gefährliche Verhaltensweisen beim Umgang mit Firmen-PCs. Etwa die Hälfte der Angestellten erklärte zum Beispiel, dass sie ihren Firmen-PC auch schon an andere Personen ausgeliehen hätten, meist an Familienmitglieder, aber auch an Aussenstehende. Rund jeder Dritte stellt seinen PC nicht ab und loggt sich auch nicht aus, wenn er den Arbeitsplatz verlässt. Das geschieht auch zu Hause, wo Notebooks oft über Nacht - und immer noch ins Firmennetzwerk eingeklinkt - laufen gelassen werden. Zusätzlich speichert jeder fünfte Logins und Passwörter auf dem PC selbst oder, vielleicht noch schlimmer, schreibt sie auf Zettel, die in der Nähe des PCs liegen. (Hans Jörg Maron)

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