Datenmanagementlösung "be>Doc" wird breit lanciert

9. Juni 2009, 09:38
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Software strukturiert Patientendaten. Vorbereitung für das elektronische Patientendossier.

Software strukturiert Patientendaten. Vorbereitung für das elektronische Patientendossier.
Der Rotkreuzer Softwarehersteller "med>datsystem" hat heute nach einer mehrjährigen Entwicklungsphase die breite Lancierung der Ärztesoftware "be>Doc" bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um eine Datenmanagementlösung für die Patientenbehandlung. Die Lösung sei zwar mit einem sogenannten Master Patient Index (MPI) vergleichbar, sagt med>datsystem-CEO Charles d’Heureuse im Gespräch mit inside-it.ch, der Ansatz sei aber ein anderer: "Während beim MPI die Strukturierung der Daten vom Patient her erfolgt, ist unsere Software auf die Bedürfnisse der Ärzte zugeschnitten", sagt der ehemalige Bluewin- und EMC-Manager.
So sind die ersten Pilotkunden, die seit vergangenem Oktober mit der Lösung arbeiten, nicht Spitäler oder Kliniken, sondern Ärzte. be>Doc wird etwa von verschiedenen Belegärzten der St. Anna Klinik in Luzern eingesetzt. Ziel ist es, weitere Fachärzte in das be>Doc-System einzubeziehen, um den Informationsfluss zwischen Grundversorgern, Fachärzten und Kliniken zu optimieren. Die Lösung basiert auf einem netzwerkfähigen Datenbanksystem und integriert klinische-, technische- sowie Wissensdaten auf einer einzigen Plattform. Dies gewährleistet, dass dem behandelnden Arzt ein einheitlicher Datensatz zur Verfügung steht.
Ähnliche Systeme, die den strukturierten Austausch medizinischer Daten ermöglichen, werden zurzeit landesweit entwickelt und implementiert. Hintergrund ist die E-Health-Strategie des Bundes. Demnach soll bis 2015 schweizweit das elektronische Patientendossier eingeführt werden. Das ist nur eine von mehreren Massnahmen, um dank Informatiklösungen die Gesundheitskosten langfristig zu senken. (Maurizio Minetti)

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