Datenschützer warnen vor Biometrie in Reisepässen

16. September 2005, 12:52
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Die "27.

Die "27. Internationale Konferenz der Datenschutzbeauftragten" in Montreux wurde heute mit einer Schlussresolution abgeschlossen. Darin wird die Uno aufgefordert, ein verbindliches Rechtsinstrument zum Schutz von privaten Daten zu schaffen.
Geht es nach den Datenschützern, so soll der Schutz persönlicher Daten der BürgerInnen der Informationsgesellschaft auch am kommenden "Weltgipfel der Informationsgesellschaft" in Tunis (16. bis 18. November) ein wichtiges Thema sein. Insbesondere sollen die einzelnen Regierungen in der Schlusserklärung aufgefordert werden, die Datenschutz-Gesetzgebung "zu entwickeln oder zu verstärken".
Eine zweite Resolution der Konferenz befasst sich mit der Verwendung von Biometrie in Pässen und IDs. die Datenschützer verlangen eine "offen geführte weltweite Debatte", bevor Reisedokumente mit biometrischen Informationen angereichert werden. Unter "offen geführt" verstehen wir, dass die Debatte auch zum Schluss führen könnte, auf biometrische Daten in Reisepapieren zu verzichten.
Dafür dürfte es allerdings schon zu spät sein: Ab dem 26. Oktober 2006 benötigt man einen Pass mit biometrischen Merkmalen, wenn man ohne Visum in die USA einreisen will.
Die Schweiz will ab September 2006 Pässe mit einem berührungslos auslesbaren Chip (RFID) versehen, der biometrische Daten enthält. (Christoph Hugenschmidt)

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