Datenschutz-Preis für IBM-Projekt

24. September 2008, 15:19
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Das von europäischen IBM-Forschern getragene Forschungsprojekt --http://www.

Das von europäischen IBM-Forschern getragene Forschungsprojekt "Privacy and Identity Management for Europe" (PRIME) hat von der International Association of Privacy Professionals (IAPP) den "privacy Innovation"-Preis erhalten. Die IAPP ist mit rund 5000 Mitgliedern gemäss IBM die weltgrösste Vereinigung von Datenschutzexperten aus Behörden, Unternehmen und der Wissenschaft.
Beim Projekt PRIME, bei dem das IBM-Labor in Rüschlikon die Leitung inne hat, geht es um "userzentrierten Datenschutz": Das Anliegen, dass man den "Bewohnern" des Internets eine möglichst grosse Kontrolle darüber geben sollte, welche Daten über sie gespeichert werden, und welche nicht.
Der Preis wurde vor allem für den "PRIME integrated prototype" vergeben. Die Idee dabei ist, dass für eine Transaktion im Internet notwendige Identitätsdaten von einem vertrauenswürdigen Drittunternehmen verwaltet werden. Wenn auch der Anbieter eines Internetservices das Prime-System unterstützt, können Transaktionen durchgeführt werden, ohne dass tatsächlich persönliche Daten über das unsichere Internet gesendet werden müssen.
Eine Kernkomponente ist dabei der in Rüschlikon entwickelte "Identity Mixer". IBM erläutert seine Funktion anhand eines Beispiels: Wenn Teenager ein Online-Forum benützen, könnten sie zum Bespiel anhand von ID-Karten ihr Alter nachweisen. Der Identity Mixer maskiert aber alle anderen Daten, ausser dem Alter, so dass nur gerade genau diese Information zum Forum-Betreiber gesendet wird. (hjm)

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