Datensicherung wird vernachlässigt

4. Oktober 2006, 08:04
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Das Datenrettungsunternehmen Kroll Ontrack hat in einer Studie festgestellt, dass sich Anwender nur wenig um die Erhaltung ihrer Daten kümmern.

Das Datenrettungsunternehmen Kroll Ontrack hat in einer Studie festgestellt, dass sich Anwender nur wenig um die Erhaltung ihrer Daten kümmern. An der Umfrage beteiligten sich 1400 Anwender aus den USA. Zwar messen 79 Prozent der Befragten ihren Daten "grosse Bedeutung" bei, und 40 Prozent bezeichnen sie sogar als "unersetzlich". Dennoch scheinen sie sich um Datensicherung nicht besonders zu kümmern.
63 Prozent sichern ihre kritischen Daten weniger als einmal monatlich und 23 Prozent führen sogar keinerlei Backups durch. Fast die Hälfte der Befragten kümmert sich nicht, ob die gespeicherten Daten im Ernstfall überhaupt verwendet werden können. Eine Minderheit von 17 Prozent gab an, ihre Backups an einem sicheren Ort, also getrennt vom Rechner, aufzubewahren.
Laut Peter Böhret, Managing Director von Kroll Ontrack Deutschland, ist es nur "eine Frage der Zeit, bis eine Festplatte ausfällt." Deshalb sei es – auch gerade angesichts der Möglichkeiten, die heute für den Schutz von Daten geboten werden – höchst fahrlässig, tatenlos darauf zu warten, dass der Rechner ausfällt und alle Dateien verloren gehen. Genau darauf scheinen aber die meisten User zu warten. Denn 58 Prozent der Befragten wollen ihren Rechner nutzen, "so lange, bis er kaputt geht" oder "bis er die ersten Ausfallerscheinungen zeigt."
Kroll Ontrack gibt vier Tipps, die man zum Schutz der Daten befolgen sollte: Mindestens einmal pro Woche ein Backup durchführen. Die gesicherten Daten regelmässig überprüfen. Rechner und Backupmedien räumlich trennen. Betriebszustand des Computers prüfen. (mim)

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