Datenwachstum grösstes unmittelbares Problem für RZ-Infrastruktur

3. November 2010, 13:41
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Das Marktforschungsinstitut Gartner hat in diesem Sommer rund 1000 Vertreter von Grossunternehmen aus acht grossen Ländern weltweit nach ihren grössten Herausforderungen und Investitionsplänen im Bereich Rechenzentrumsinfrastruktur befragt.

Das Marktforschungsinstitut Gartner hat in diesem Sommer rund 1000 Vertreter von Grossunternehmen aus acht grossen Ländern weltweit nach ihren grössten Herausforderungen und Investitionsplänen im Bereich Rechenzentrumsinfrastruktur befragt. Bei den grössten Investitionsposten bis Ende 2011 wurde die weitere Virtualisierung von Servern am häufigsten genannt (67 Prozent), gefolgt von der Konsolidierung und dem effizienteren Betrieb von Applikationen (56 Prozent) und Blade-Servern (51 Prozent.
Am häufigsten als grosses Problem wurde allerdings die Bewältigung des Datenwachstums angeführt. 47 Porzent zählten das Datenwachstum zu ihren drei grössten Herausdorderungen. Auf den weiteren Plätzen folgten die Systemleistung und –Skalierbarkeit (37 Prozent) sowie Netzwerkarchitektur und Überlastungen der internen und externen Bandbreite (36 Prozent).
Die Bewältigung des Datenwachstums ist vor allem ein Problem, wenn man miteinbezieht, dass dabei die Kosten im Griff behalten werden sollen. Die meisten RZ-Betreiber wollen daher nicht einfach mehr Speicherkapazität bereitstellen. Laut Gartner planen insgesamt 62 Prozent bis Ende 2011 grössere Investitionen in neue Systeme und –Tools im Bereich Storage. Am häufigsten wurden dabei Archivierung und das sichere Entfernen von Daten genannt. Weitere prioritäre Projekte betreffen Storage-Konsolidierung und neue Management-Tools sowie Datenreduktionstechnologien, beispielsweise Deduplikation.
Diese Investitionen werden allerdings als eher taktisch wahrgenommen. Die drei am häufigsten genannten strategischen Treiber für Rechenzentrumsinvestitionen waren Business Continuity und Verfügbarkeit (50 Prozent), die Kosten zu senken beziehungsweise nicht anwachsen zu lassen (37 Prozent) sowie die Aufrechterhaltung oder Steigerung von Servicequalität und Userzufriedenheit (36 Prozent). (hjm)

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