Day holt Anlauf – und macht Verlust

27. August 2008, 09:57
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Consultants mussten entwickeln, statt Kunden zu bedienen: Ein grosser, für Ende Jahr geplanter Produktelaunch wirft seinen Schatten auf die Day-Bilanz.

Consultants mussten entwickeln, statt Kunden zu bedienen: Ein grosser, für Ende Jahr geplanter Produktelaunch wirft seinen Schatten auf die Day-Bilanz.
Nach riesigen Verlusten in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts konnte der Basler Softwarehersteller Day das Steuer Anfang 2005 herumreissen, arbeitete seither durchwegs in den schwarzen Zahlen und wurde tendenziell immer profitabler. Im ersten Halbjahr 2008 resultierte nun aber erstmals wieder ein Verlust. Unter dem Strich betrug er vor Steuern 372'000 Franken, nachdem im ersten Halbjahr 2007 noch 1,45 Millionen Franken Gewinn verbucht werden konnten.
Der Gesamtumsatz des Content-Management-Spezialisten hingegen stieg um 10 Prozent auf 13,24 Millionen Franken. CEO Erik Hansen zeigte sich denn auch trotz des Verlustes optimistisch: "Trotz der Herausforderungen, denen sich das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte gegenüber sah, weil man sich auf grosse Produktveröffentlichungen in der zweiten Jahreshälfte vorbereitete, konnten wir unseren Umsatz weiter steigern und wichtige neue Kunden in allen Regionen gewinnen."
Neben dem tiefen Dollar-Kurs – Day hat einige grosse Kunden in den USA – war der Aufwand für die Entwicklung der Produktneuheiten gemäss Day der Hauptgrund für den Verlust. Einige der Service-Leute wurden zudem auf diese internen Entwicklungs-Aktivitäten angesetzt, so dass gleichzeitig die Einnahmen aus Consulting-Services um 7 Prozent sanken. Für das trotzdem solide Wachstum des Gesamtumsatzes sorgten die Produktumsätze, die verglichen mit dem ersten Halbjahr 2007 um 17 Prozent auf 10,2 Millionen Franken stiegen. (hjm)

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