Day produziert immer mehr Profit

20. Februar 2008, 11:32
  • geschäftszahlen
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Wieder Rekordjahr.

Wieder Rekordjahr.
Der seit dem Jahr 2000 börsenkotierten Basler Softwareschmiede Day hängt immer noch etwas der alte Ruch der grossen Geldverbrennungsanstalt an, die Day eine Weile lang war. Wie für viele andere Schweizer IT-Firmen haben sich die Dinge aber auch für Day in den letzten Jahren zum Positiven gewendet. Die immensen Verluste der Jahre nach 2000 wurden zwar noch bei weitem nicht wettgemacht, aber seit drei Jahren schreibt Day nun schwarze Zahlen und wird immer profitabler.
Im Geschäftsjahr 2007 stieg der Umsatz des Herstellers von Content Management-Software auf 26,44 Millionen Franken, 28 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Gewinn vor Steuern stieg um 55 Prozent von 1,9 Millionen auf 2,94 Millionen Franken. Der bilanzierte Reingewinn erreichte sogar 7 Millionen Franken, allerdings zum grösseren Teil aufgrund der Aktivierung von aus den Verlustvorträgen stammenden Steuergewinnen.
Der mit Softwarelizenzen erzielte Umsatz stieg von 8,24 auf 10,53 Millionen Franken, der Umsatz mit Support und Services von 12,37 auf 15,92 Millionen Franken.
CEO Michael Moppert rechnet nun damit, dass Day auch gut positioniert sei, um in der Zukunft von einer Reihe von Branchentrends zu profitieren. Unter anderem steige die Nachfrage nach bewährten Content-Management-Lösungen und die "Java Content Repository"-Technologie steigere den Bekanntheitsgrad Days innerhalb der IT-Industrie. Gleichzeitig halte die Konsolidierung im Marktumfeld von Day an, was die Zahl der Konkurrenten senke. Diese Faktoren, so gilt es anzufügen, machen natürlich auch Day zu einem potentiellen Übernahmekandidaten.
Neben dem Gewinn von prestigeträchtigen Neukunden wie NBC Universal, General Motors, der ZKB oder Vodafone und E-Plus zählt Day die verstärkte Zusammenarbeit mit grossen "Resellern" wie IBM/FileNet oder Oracle zu den Highlights des Jahres. IBM verkauft Day-Software im Rahmen einer OEM-Partnerschaft und hat die Produkte "Communiqué Web Content Management" und "Communiqué Digital Asset Management" in seine Enterprise Content Management-Suite- FileNet P8 integriert. Oracle vertreibt Days JCR/JSR 170-konforme Konnektoren zur Integration von Oracle WebCenter mit Produkten von Drittanbietern wie EMCs Documentum oder Microsofts SharePoint. (hjm)

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