DDoS-Angriffe dienen als Ablenkung von anderen Attacken

25. November 2016, 14:38
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Kaspersky Lab hat seine Sicherheitsrisiko-Umfrage für das Jahr 2016 veröffentlicht.

Kaspersky Lab hat seine Sicherheitsrisiko-Umfrage für das Jahr 2016 veröffentlicht. Eine wichtige Erkenntnis des Berichts: Cyberkriminelle nutzen DDoS-Attacken als Nebelgranaten für andere Hackerangriffe.
DDoS-Angriffe haben in den letzten Monaten für viele Schlagzeilen gesorgt. Die Erkenntnis des Kaspersky-Umfrage sind weitere Bad News.
56 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie sicher sind, dass die DDoS-Attacken als Ablenkung von anderen Arten von Cyberkriminalität genutzt wurden. Die Umfrage zeigt, dass sie in 29 Prozent der Fälle Teil der Taktik eines grösseren Cyberangriffs waren. So hat etwas über ein Viertel der Unternehmen angegeben, dass bei Datenverlust in Folge eines gezielten Angriffs, DDoS Teil des Überfalls war.
Wenn DDoS-Angriffe als Ablenkung genutzt wurden, waren Unternehmen auch hochgradig von anderen Aktivitäten bedroht. Von Exploits mobiler Geräte (81 Prozent), von Phishing Scams (75 Prozent) und auch von schädlichen Aktivitäten durch interne Mitarbeiter (75 Prozent).
Kirill Ilganaev, Head der DDoS-Protection bei Kaspersky Lab, resümiert: "DDoS verhindert, dass ein Unternehmen seine normalen Tätigkeiten ausübt. Das ist offensichtlich ein echtes Problem und führt oft dazu, dass sich alle im IT-Team darum kümmern, die Komplikationen schnellst möglich zu beheben. DDoS kann daher nicht nur verwendet werden, um die Aktivitäten eines Unternehmens zu stoppen, sondern auch als Köder, um die IT-Mitarbeiter von einem Eindringen über andere Kanäle abzulenken." (ts)

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