Déjà vu: Auch Windows Server 2003 will nicht sterben

10. Juli 2015, 14:02
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Was schon bei Windows XP geschah, sieht man nun auch bei seinem Server-Pendant Windows Server 2003: Trotz bevorstehendem Support-Ende beeilen sich viele IT-Abteilungen von Behörden nund Unternehmen nicht sonderlich dabei, ihre noch vorhandenen Instanzen zu modernisieren und auf ein neueres Betriebss

Was schon bei Windows XP geschah, sieht man nun auch bei seinem Server-Pendant Windows Server 2003: Trotz bevorstehendem Support-Ende beeilen sich viele IT-Abteilungen von Behörden nund Unternehmen nicht sonderlich dabei, ihre noch vorhandenen Instanzen zu modernisieren und auf ein neueres Betriebssystem zu wechseln. Unterstrichen wird dies durch eine Untersuchung des US-Softwarehändlers Softchoice, auf die wir via 'Swissictmagazine' gestossen sind. Softchoice hat in der ersten Hälfte dieses Jahres 90'000 Server von rund 200 grösseren Unternehmen gescannt, und herausgefunden, dass 21 Prozent davon immer noch unter Windows Server 2003 laufen. Das sind lediglich 11 Prozent weniger, als in der ersten Hälfte 2014. Zudem setzten nur 7 Prozent der Unternehmen gar keine Windows Server 2003 mehr ein.
Softchoice erklärt leider nicht, in welchen Ländern die gescannten Unternehmen zu Hause sind. Wir nehmen an, dass es sich hauptsächlich oder komplett um US-Unternehmen handelt. Aber auch in der Schweiz dürften noch viele Server unter dem mittlerweile 13 Jahre alten Microsoft-Betriebssystem laufen.
Der kostenlose Support für Windows Server 2003 endet am 14. Juli. Das heisst, dass Microsoft ab dann keine Gratis-Updates und insbesondere keine Security-Patches mehr zur Verfügung stellt. Unternehmen, die weiterhin Windows Server 2003 betreiben, werden entweder mit dem erhöhten Sicherheitsrisiko leben oder Geld in die Hand nehmen müssen, um bei Microsoft verlängerten Support einzukaufen. (hjm)

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