Dell bezirzt KMU

16. Juli 2013, 14:20
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Der texanische PC-Bauer stellt ein neues Datacenter in a Box vor - und zwar im neuen zu Hause am Zürcher Flughafen.

Der texanische PC-Bauer stellt ein neues Datacenter in a Box vor - und zwar im neuen zu Hause am Zürcher Flughafen.
An der heutigen Pressekonferenz von Dell nimmt Christophe Monnin, General Manager Dell Schweiz gleich mal vorweg, dass die anwesenden Dell-Vertreter zum geplanten Buy-out nichts kommentieren können. Man sei aber optimistisch, dass die Pläne von Michael Dell aufgehen. "Wichtig ist vor allem, dass diese Übergangsphase schnell vorüber geht. Geld hingegen ist kein Problem für Dell", so Monnin. Sollte das Buy-Out jedoch nicht zustande kommen, werde das Geschäft nichtsdestotrotz gleich weitergehen wie bis anhin. Ausserdem erhalten die Journalisten einen kleinen Einblick in das seit Juli bezogene Büro für rund 20 Mitarbeitende am Flughafen Zürich. An Flughäfen fühlt sich Dell scheinbar wohl - der Schweizer Hauptsitz ist am Genfer Flughafen.
An der Pressekonferenz wurde das Ende Juni lancierte Poweredge VRTX (gesprochen: Vertex) vorgestellt. Das Gerät wird als Datacenter in a Box positioniert, und sei perfekt für KMU. 70 bis 75 Prozent der Schweizer Dell-Kunden sind laut Monnin kleine bis mittlere Unternehmen. Der PC-Bauer will trotzdem, wie bereits diesen Juni verkündet, vor allem in diesem Segment noch weiter zulegen.
Server, Storage und Netzwerk im gleichen Chassis
Dell packt Server, Storage und Netzwerkgeräte in ein Gehäuse, und verspricht eine vereinfachte Administration, so Marco Jensen, Solution Engineer bei Dell Schweiz. Denn die Server-, Storage- und Netzwerkkomponenten können über den Chassis Management Controller (CMC) zentral gesteuert werden. VRTX könne je nach Kundenwunsch zwei bis vier Standard-Bladeserver, bis zu 48 TB Speicherkapazität und bis zu 8 PCIe-Steckplätze fassen. Der Preis liege je nach Konfiguration zwischen rund 10'000 und 100'000 Franken. Jensen verspricht, dass das Datacenter in a Box komplet zusammengebaut geliefert werde, und man es nur noch einstecken müsse. Falls der Kunde es wünscht, könne Dell auch bei der Migration von alten Standardapplikationen auf Poweredge VRTX helfen.
Die Nachfrage sei gross, so Jensen. So gross sogar, dass Dell das bestellte Gerät zum Eigengebrauch wegen Engpässen noch nicht erhalten hat. Kunden hätten ja schliesslich eine höhere Lieferpriorität, so die Erklärung.
Dells Erstarken im Channel
Seit über sechs Jahren baut Dell einen indirekten Vertriebskanal auf - und kann auch kontinuierlich Partner dazugewinnen. Weltweit werden 32 Prozent des Umsatzes mittlerweile über Partner erwirtschaftet - in der Schweiz ist der Anteil mit 33 bis 34 Prozent etwas höher. Wie bereits bekannt war, konnte das Team um Channel-Chef Stephan Mühlemann die Zahl der Reseller in der Schweiz um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöhen.
Dell will weiter in den Channel investieren, und die Distribution ausbauen. Stolz erklärte der General Manager Monnin, dass Dell-Partner im Durchschnitt mehr verdienen als HP-Partner. Die Konkurrenz zwischen HP und Dell hat sich in den vergangenen Monaten verschärft, da Dell im rückläufigen europäischen Server-Markt weiter Boden gutmachen konnte, während HPs Umsatz geschrumpft ist. (Linda von Burg)

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