Dell lanciert (teure) Services für Heimanwender

26. Januar 2007 um 16:16
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Gesalzene Preise - die Rettung für den Fachhandel?

Gesalzene Preise - die Rettung für den Fachhandel?
Damit könnte Dell PC-Händler in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien glücklich machen. Der Direktverkäufer lanciert nämlich unter dem Namen "Presto" Dienstleistungen für Heimanwender und Kleinfirmen zu gesalzenen Preisen.
So kostet eine Jahresmitgliedschaft, der den "Zugriff auf den Presto Helpdesk" ermöglicht, 159 Euro. Die einmalige telefonische Hilfe kostet pro Fall 29 Euro bei "kleineren Problemen" und 59 Euro bei "ernsteren oder komplexeren" Problemen. Die Installation eines Heimcomputers vor Ort ist für 149 Euro zu haben, ein drahtloses Netzwerk dazu kommt nochmal auf 149 Euro zu stehen und wer dann noch maximal drei neue Produkte (Software oder Peripherie) installiert haben will, bezahlt schlappe 129 Euro dazu.
Wer seinen PC verbockt hat und das Betriebssystem neu aufsetzen muss, berappt (inklusive Daten und Einstellungen) 189 Euro (vor Ort).
Das Angebot gilt nur für Besitzer eines Dell-PCs. Ob Dell solche Dienstleistungen auch in der Schweiz anbieten will, konnten wir heute, Freitag Abend, nicht in Erfahrung bringen. Uns ebenfalls noch unbekannt ist, ob Dell Partner für die Erbringung der Dienstleistungen vor Ort einbeziehen wird - es ist stark anzunehmen.
Die grosse Chance für die Fachhandel?
Dass Dell nun in das Dienstleistungsgeschäft mit Privatkunden einsteigt, könnte für den Fachhandel eher eine Chance denn eine Gefahr sein. Denn das Problem vieler PC-Shops ist ja, dass es schwierig ist, die erbrachten Dienstleistungen (Beratung, Telefongespräche) auch wirklich konsequent zu verrechnen.
Mit einem kleinen Hinweis auf die Dell-Preisliste für Dienstleistungen dürfte es künftig einfacher werden, Beratung und Support in Rechnung zu stellen.
Auch ganz herzig finden wir, wie Dell sich selbst beschreibt (siehe Screenshot oben): "Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem weltweit führenden PC-Hersteller (IDC, 2. Quartal 2006)." 2. Quartal 2006 - ist das nicht ein bisschen lange her? (Christoph Hugenschmidt)

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