Dell verspricht schnellere Lieferung

25. Januar 2008, 15:42
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Der Direktverkäufer Dell hat ein in der Computerindustrie relativ seltenes Geschäftsmodell.

Der Direktverkäufer Dell hat ein in der Computerindustrie relativ seltenes Geschäftsmodell. Dell baut PCs und Notebooks erst, wenn die Bestellung dafür da ist und versucht so, die Kosten für die Lagerhaltung von Komponenten und Geräten möglichst gering zu halten. Dell-Konkurrenten wie Hewlett-Packard oder Lenovo hingegen, haben ein bestimmtes Lager bei Distributoren (Grosshändler) und Händlern und müssen dies natürlich auch finanzieren.
Der Nachteil am "Built-to-order"-Modell von Dell ist aber, dass Kunden unter Umständen relativ lang auf die Lieferung von bestellten und bezahlten Geräten warten müssen. Fehlt eine bestimmte Komponente, zum Beispiel ein bestimmter Typ Harddisk, so kann die Wartefrist durchaus ein paar Wochen betragen, was viele Dell-Kunden verärgert hat.
Mit dem Bau einer neuen Fabrik im polnischen Lodz sollen die Lieferzeiten nun "drastisch" (Dell-PR) verkürzt werden. Die Fabrik, in der Notebooks assembliert werden, wurde gestern im Beisein von Dell-Gründer und -Boss Michael Dell eröffnet. Sie soll die Lieferfristen um "mindestens zwei Tage" verkürzen. Dell betreibt bereits eine Fabrik in Irland.
Der US-Computerkonzern investierte nach eigenen Angaben 200 Millionen Euro in die Fabrik, in der bereits 1'200 Leute beschäftigt sind. (hc)
(Foto: Ein Arbeitsplatz in der Dell-Fabrik in Polen. (c) by Dell.)

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