Dell von Staatsschulden- und Harddiskkrisen gebremst

22. Februar 2012, 10:47
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Public- und Highend-Sektor leidet. Gutes Wachstum im KMU-Bereich.

Public- und Highend-Sektor leidet. Gutes Wachstum im KMU-Bereich.
Die Harddisk-Krise hatte wie schon im Vorquartal auch Auswirkungen auf die Geschäftszahlen des texanischen PC-Bauers Dell, der für das am 3. Februar abgeschlossene Quartal einen Gewinnrückgang um 18 Prozent hinnehmen musste. Hinzu kam eine allgemeine Zurückhaltung bei den Kunden aus dem öffentlichen Sektor, so Dell in einer Mitteilung. Die zuletzt erfolgreichen Bemühungen von Dell, profitablere Bereiche wie Software und Services auszubauen, wurden damit zumindest im vierten Quartal zunichte gemacht.
Der Umsatz im vergangenen Dreimonatsabschnitt wuchs lediglich um 3 Prozent auf 16 Milliarden Dollar - für das laufende Quartal rechnet Dell gar mit einem leichten Rückgang. Der Gewinn schrumpfte auf 764 Millionen Dollar.
Dell hatte im Januar-Quartal vor allem Mühe, Festplatten mit hoher Kapazität aufzutreiben. CFO Brian Gladden meinte, dass der Mangel solcher Festplatten, die im profitablen Highend-Segment zum Einsatz kommen, voraussichtlich noch bis zum dritten Quartal das Geschäft von Dell beeinträchtigen wird.
Am stärksten wuchs Dells Umsatz im vergangenen Quartal im KMU-Bereich, nämlich um 6 Prozent auf 4 Milliarden Dollar. Dank dem besseren Mix von höhermargigeren Services erreichte Dell einen operativen Gewinn von 412 Millionen Dollar. Fast gleich schnell gewachsen ist der grösste Bereich Large Enterprise. Hier legte Dell um 5 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu. Mit einem Betriebsgewinn von 461 Millionen Dollar ist das Grosskundensegment nur leicht weniger profitabel als die KMU-Sparte. Im Public-Bereich sanken die Umsätze um 1 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar, der Gewinn lag bei 327 Millionen Dollar. Um 2 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar sank der Umsatz bei den Consumer-Produkten. Die Gewinnmarge ist hier im Vergleich zu den anderen Segmenten extrem klein: Der operative Gewinn lag bei 39 Millionen Dollar - 1,2 Prozent des Umsatzes. Über alle Segmente hinweg konnte Dell in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) im Jahresvergleich um 8 Prozent zulegen. (mim)

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