Dell will seine Fabriken loswerden

5. September 2008, 10:07
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Dells Strategie, einen grossen Teil seiner Produkte in eigenen Fabriken fertigen zu lassen, ist nicht mehr so kostengünstig wie früher.

Dells Strategie, einen grossen Teil seiner Produkte in eigenen Fabriken fertigen zu lassen, ist nicht mehr so kostengünstig wie früher. Nun möchte der PC-Riese, wie das 'Wall Street Journal' aufgrund von Insiderinformationen berichtet, die meisten, und vielleicht sogar alle seine Fabriken innerhalb der nächsten 18 Monate verkaufen. Dies soll die Profitabilität von Dell erhöhen, da es heute für grosse PC-Marken günstiger kommt, bei Auftragsfertigern zu bestellen.
Die wahrscheinlichsten Käufer für die Dell-Fabriken wären eben diese grossen, in Asien stationierten Auftragsfertiger. Dell-Vertreter sollen in den vergangenen Monaten sie mit entsprechenden Offerten besucht haben. Nach einem Kauf würden sie in den Fabriken weiterhin hauptsächlich Geräte für Dell herstellen.
Mögliche Käufer müssten allerdings bereit sein, Fabriken zu betreiben, die nicht nur in Tiefstlohnländern lokalisiert sind. Dell besitzt eigene Fabriken in Texas, Tennessee, North Carolina, Florida, Irland, Indien, China, Brasilien, Malaysien und Polen. Dazu kommt noch eine weitere Komplikation, welche die unternehmerische Freiheit eines Käufers an einigen Standorten einschränken würde: Dell hat sich vielerorts Staatsbeiträge in Millionenhöhe und Steuererleichterungen gewähren lassen, um Fabriken anzusiedeln. Diese Vergünstigungen sind aber mit Auflagen verbunden, zum Beispiel, dass über eine bestimmte Zeitspanne eine bestimmte Zahl von Arbeitsplätzen angeboten werden muss. (hjm)

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