Dem Telefonie-Festnetz geht es an den Kragen

5. April 2005, 08:32
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AOL startet VoIP-Angebot in Deutschland

AOL startet VoIP-Angebot in Deutschland
Dem Telefonie-Festnetz geht es länger desto mehr an den Kragen. Immer mehr grosse Internet Service Provider oder unabhängige Anbieter wie Skype bringen praktikable Internet-Telefonielösungen auch für Heimkunden. Ein Beispiel ist AOL Deutschland. Der ISP lanciert ab heute ein Voice-over-IP-Angebot, das sich auch für wenig technikinteressierte Heimanwender eignet.
Das Angebot umfasst die so genannte "Phone Box", die an den DSL Splitter angeschlossen wird. Das bisherige Telefon wird dann an die "Phone Box" eingesteckt. Ein grosser Vorteil des AOL-Angebotes ist, dass es auch bei abgeschaltetem PC funktioniert. Anrufe ins deutsche Festnetz kosten rund um die Uhr 1,5 Eurocents pro Minute, bestehende AOL-Kunden bezahlen keine Grundgebühr, und VieltelefoniererInnen können für 19,90 Euro unbegrenzt ins deutsche Festnetz telefonieren. Anrufe an deutsche Mobiltelefone kosten einheitlich 20 Cents pro Minute und Gespräche zwischen AOL VoIP-Kunden sind vollständig kostenlos, wenn man von den Grundkosten für den DSL-Anschluss absieht. AOL hat in Deutschland etwa 2,8 Millionen Access-Kunden.
Der Marktforscher IDC schätzt, dass bis in viereinhalb Jahren alleine in den USA 27 Millionen Haushalte über das Internet telefonieren werden. (Christoph Hugenschmidt)

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