Denn sie wissen nicht, was sie verlieren

12. Februar 2009, 16:47
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Mehr als die Hälfte deutscher Grossfirmen von mindestens einem Fall von Datenklau betroffen.

Mehr als die Hälfte deutscher Grossfirmen von mindestens einem Fall von Datenklau betroffen.
Je mehr Geschäftsvorgänge elektronisch erfolgen und auch so gespeichert werden, desto grösser wird die Gefahr des Datendiebstahls durch frustrierte, entlassene oder einfach die Stelle wechselnde Mitarbeitende. Datendiebstahl kann für eine Firma verheerende Folgen haben, wie beispielsweise eine Liechtensteinische Bank feststellen musste.
Von 100 deutschen Unternehmen (wir glauben, dass die Verhältnisse in der Schweiz vergleichbar sein dürften) mit mehr als 1000 Mitarbeitenden, die im Januar durch Vanson Bourne im Auftrag von Clearswift befragt wurden, haben 38 Prozent bereits einmal mindestens einen Fall von Datendiebstahl aufgedeckt. Bei Grossbetrieben mit mehr als 3000 Mitarbeitenden waren es sogar mehr als die Hälfte, wie auch bei Firmen aus der Finanzindustrie.
Der Diebstahl erfolgte meist über Speichermedien wie USB-Sticks (76 %) aber auch über E-Mail (53 %). Gemäss der Untersuchung entdeckte die interne IT-Abteilung den Datenverlust durch Diebstahl nur in der Hälfte der Fälle, während ein Fünftel der Befragten den Datenklau erst nicht bemerkten und von aussen darauf hingewiesen wurden.
Auch scheint den befragten Firmen nicht klar zu sein, wie leicht Daten per E-Mail unbefugt ausser Haus geschickt werden können. So wird in denjenigen Firmen, in denen bisher kein Fall von Datendiebstahl bekannt wurde, nur selten an die Gefahr durch E-Mail gedacht.
Clearswift als Auftraggeber der kleinen Untersuchung hat ein Interesse daran, das Problem des Datendiebstahls möglichst gross darzustellen, da die Firma Lösungen zur Prävention von Datenverlusten herstellt. Trotzdem glauben wir, dass die Untersuchung auf eine real existierende Problematik hinweist. (Christoph Hugenschmidt)

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