Denner distanziert sich öffentlich von Bison

24. Juni 2010, 14:07
  • fenaco
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Die Migros-Tochter spricht von "Wirrungen der Bison-Gruppe". Comparex hofft weiter auf Konkurrenzverbot für Bison.

Die Migros-Tochter spricht von "Wirrungen der Bison-Gruppe". Comparex hofft weiter auf Konkurrenzverbot für Bison.
Seit gestern prangt auf der Homepage von Comparex Schweiz ein Statement des Schweizer Discounters Denner. Darin steht: "Die Geschäftsleitung von Denner lehnt die Wirrungen der Bison-Gruppe, Minderheitsaktionär der Comparex, ausdrücklich ab. Comparex-CEO Peter Jung garantiert den erfolgreichen Roll-out bei den DSD-Partnern im 2. Halbjahr 2010. Die Detailplanung wurde in den vergangenen Tagen durch das neue Comparex-Team abgeschlossen." Unterzeichner ist Eduardo Stahel, Leiter IT Denner.
Jung, seit dem Weggang des früheren Managements interimistischer Chef von Comparex Schweiz, bestätigt gegenüber inside-channels.ch, dass Grosskunde Denner im Bereich POS (Point of Sale) bei Comparex Schweiz bleibt. DSD steht im Übrigen für Denner Satelliten Discount. Das sind Läden, die von Denner-Partnern geführt werden (im Unterschied zu den Discount-Läden, die Denner gehören). Wie Jung weiter sagt, hat zudem der Kiosk-Betreiber Valora – auch das ein Grosskunde – vergangene Woche einen Entwicklungsauftrag an Comparex für den Herbst 2010 erteilt. "Viele Kunden distanzieren sich klar von den Geschehnissen und führen die Verträge mit der Comparex Schweiz AG weiter", so Jung.
Kommt ein Konkurrenzverbot?
Für Comparex sind das gute Nachrichten, nachdem vergangene Woche bekannt geworden war, dass der Agrarkonzern Fenaco, der 49 Prozent der Bison-Anteile besitzt, sukzessive zur neu gegründeten Bison IT Services wechseln wird abzugeben. Comparex verlangt ein Konkurrenzverbot für drei Bison-Firmen.
Schalch bestätigt gegenüber inside-channels.ch, dass die Stellungnahme abgegeben wurde, machte aber keine Angaben zum Inhalt. Beim Luzerner Obergericht wollte man zu dem Verfahren keine Stellung nehmen. Es wird erwartet, dass das Gericht in den kommenden Wochen einen Entscheid fällen wird. Parallel läuft auch ein Strafverfahren wegen des Verstosses gegen Treu und Glauben. (Maurizio Minetti)

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