Der Bund geht in die Wolke

25. Oktober 2012 um 15:59
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Der E-Government-Schweiz-Aktionsplan 2013 ist verabschiedet, ebenso die Cloud-Computing-Strategie der Schweizer Behörden 2012 - 2020.

Der E-Government-Schweiz-Aktionsplan 2013 ist verabschiedet, ebenso die Cloud-Computing-Strategie der Schweizer Behörden 2012 - 2020.
Der Aktionsplan 2013 ist Tatsache. Gestern hat der Steuerungsausschuss E-Government Schweiz den Plan verabschiedet und sechs neue Projekte in den Katalog priorisierter Vorhaben aufgenommen. Schwerpunkte setzt der Bund auf Projekte wie beispielsweise "Baubewilligungen beantragen", "Meldung Adressänderungen" sowie "Vote éléctronique".
Die sechs neuen Projekte für 2013
1) Organisation von nationalen Basisinfrastrukturen im Bereich E-Government:
Das Bundesamt für Justiz soll den Aufbau einer nationalen Organisationsstruktur für eine behördenübergreifende E-Government-Infrastruktur und -Dienste koordinieren.
2) Konsularische Dienstleistungen
Dabei soll ein Internetportal für AuslandschweizerInnen aufgebaut werden, das konsularische Geschäfte rasch und papierlos abwickelt. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Abteilung Konsularische Strategien, Entwicklungen und Abkommen (KSEA), führt dieses Vorhaben.
3) Parameterportal Verbraucherschutz
Das Parameterportal soll eine gemeinsame Basis schaffen, um von einander abhängigen Daten im Bereich Konsumentenschutz automatisiert zusammenzuführen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Direktionsbereich Verbraucherschutz, führt dieses Vorhaben.
4) Überflug- und Landebewilligung für ausländische Staatsluftfahrzeuge
Ein System zur durchgängig elektronischen Abwicklung des gesamten Genehmigungsprozesses bei Überflügen und Landungen ausländischer Staatsflugzeuge soll entwickelt werden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) führt dieses Vorhaben.
5) Umsetzung Cloud-Computing-Strategie Schweiz
6) National und im EU-Raum barrierefrei anerkannte elektronische Identität
Schaffung und Einführung einer einheitlichen elektronischen Identität
Cloud für den Bund
Die "Cloud-Computing-Strategie der Schweizer Behörden 2012 - 2020" gehört neu in den Katalog priorisierter Vorhaben des Aktionsplans 2013, und wurde ebenfalls gestern verabschiedet. Eigentlich hätte sie bereits im Frühling 2012 verabschiedet werden sollen. Das Ziel der Strategie ist es, die Risiken bei der Verwendung von Cloud-Services zu minimieren und Vorgaben zu vereinheitlichen. (lvb)
Unser Kommentar:
Man wird das Gefühl nicht los, dass der Bund mit der E-Government-Strategie an Ort und Stelle tritt. Jeder neue Aktionsplan gleicht irgendwie dem Alten. Es scheint, als werden wenige Vorhaben pro Jahr abgeschlossen, dafür aber viele dazu genommen. Der Bund gibt sich sichtlich Mühe, stellt Expertengruppen auf, erarbeitet neue Strategien und macht Langzeit-Pläne. Es bleibt jedoch der Eindruck, dass zwar viel über E-Government in irgendwelchen Gremien geredet wird, aber es nicht wirklich vorwärts geht. Für viele BürgerInnen wird sich in den letzten Jahren nichts merkliches verändert haben in ihrer Beziehung mit den Behörden. Ich befürchte, dass das auch so bleiben wird. (Linda von Burg)

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